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Die Post im Westallgäu

Seite 19

 
 
Einweihung des Bahnhofes in Weiler i.Allgäu am 22. Juli 1893

Bayerische Vorphilatelie

Quelle: Auktionskatalog des Auktionshauses Rauss&Fuchs vom November 2002

Der 1. März 1808 gilt gemeinhin als Geburtstag der Königlich Bayerischen Staatspost. Mit diesem Datum wurde durch Königliche Verordnung die Führung der Geschäfte des Postwesens in Bayern in staatliche Regie übernommen. Was aber war Bayern damals ? Welche Gebiete, die heute zu Bayern gehören, waren auch schon 1808 bayerisch? Bayern erstreckte sich 1808 bis zum Gardasee, Tirol und Vorarlberg waren bayerisch, Franken nicht oder nur zum geringen Teil. Die politischen Ereignisse der napoleonischen Zeit führten zwischen 1800 und 1815 zu ständigen Änderungen in den Bestandteilen des Königreichs Bayern (ab 1806). Diese staatsrechtlichen Änderungen spiegeln sich natürlich auch in den postalischen Verhältnissen wider.

Für einen Brief von Bayreuth nach Würzburg bezahlte man 1820 das bayerische Inlandsporto, 1811 war das aber ein Auslandsbrief und 1807 hatte die bayerische Staatspost nur im Transit mit der Beförderung eines solchen Briefes zu tun. Manches was man heute in den Auktionskatalogen unter bayerischer Vorphilatelie aus dieser Zeit findet, gehört eigentlich dort gar nicht hin (staatsrechtlich gesehen).

Wie steht es aber mit dem 1. März 1808 ? Ist dieser Tag wirklich der Geburtstag der Bayerischen Staatspost, also der Post unter der staatlichen Regie Bayerns ?

Der bayerische Kurfürst Max Joseph IV. wies im November 1805 mittels Reskript die damaligen Landeskommissariate München, Amberg, Neuburg und Ulm an, die Fürstlich Taxischen Reichsposten in staatlichen Besitz zu nehmen "zu dem Zwecke, den Postanstalten eine den Bedürfnissen und der Würde des Staates angemessenere und zweckmäßigere Stellung zu geben". Zur gleichen Zeit wurde das Postwesen dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten untergeordnet. Alle Postbeamten wurden in kurfürstliche Pflichten genommen, die Reichsinsignien von den Posthäusern und Postwägen entfernt und durch die Kurfürstlichen Wappen ersetzt. Die Postbediensteten hatten an Stelle der schwarz-gelben Dienstkleidung einen hellblauen Dienstrock mit schwarzen Aufschlägen zu tragen.

Der Fürst von Thurn und Taxis wehrte sich gegen diesen Eingriff in seine Rechte und es wurden Verhandlungen mit dem Kurfürstentum Bayern eingeleitet. Am 14. Februar 1806 schloss man einen Vertrag, der beiden Seiten gerecht zu werden suchte. Dem Fürsten Thurn und Taxis wurden für sich und seine männlichen Nachkommen die Würde eines Königlich Bayerischen Erbland Postmeisters als Thronlehen übertragen. Außerdem wurde ihm die Regie des Postwesens, ähnlich wie bisher im Deutschen Reiche, unter der Aufsicht und Mitwirkung Königlicher Kommissäre zunächst auf die Dauer von 10 Jahren gegen eine Pacht von jährlich 25 000 Gulden überlassen. Diese Belehnung beschränkte sich ausdrücklich auf die altbayerischen und die durch den Frieden von Preßburg (26.12.1805) an Bayern gefallenen Staaten, in denen bis dahin keine eigenen oder besondern Postanstalten eingeführt waren. Sie erstreckte sich also nicht auf Vorarlberg und Tirol. Die dortigen Postanstalten blieben unter der staatlichen Regie Bayerns.

Also gab es schon vor dem 1.März 1808 eine Bayerische Staatspost, wenn auch nur im besetzten Vorarlberg und Tirol. Vielleicht sieht es die Postgeschichtsschreibung deshalb nicht so, weil Vorarlberg und Tirol 1810 an Österreich bzw. Italien zurückfielen. Ganz Vorarlberg? Nein, der heutige Landkreis Lindau, das Westallgäu, damals ein Teil der Grafschaft Bregenz-Hohenegg, blieb bei Bayern. Und damit ist der Taxische Posthalt in Niederstaufen mit eine der ältesten bayerischen Postanstalten, unter der Regie des bayerischen Staates seit dem 26.12.1805 (Preßburger Frieden). Gleiches gilt vermutlich für die Vorderösterreichischen Pachtanstalten Eichholz, Kempterwald und Kimratshofen auf dem Gebiet des Stifts Kempten.

 
1."Adlige" Stempel

Zum Zwecke des reibungslosen Ablaufes der Postbeförderung wurde es notwendig, auf Briefen Vermerke über Absendeort, Ankunftsort, Briefgebühren und besonders qualifizierte Postsendungen anzubringen. Zunächst wurde dies handschriftlich erledigt, was bei starker Postauflieferung sehr zeitraubend gewesen ist. Nach dem Vorbild Frankreichs führte Taxis nach und nach auch bei der kaiserlichen Reichspost und der späteren Lehenspost Stempel ein. Damit wurde, für die damaligen Verhältnisse, eine schnelle und genauere Post-abfertigung möglich. Die ersten Ortsstempel der taxis'schen Post in Bayern waren die sogenannten adligen Stempel. Es sind Stempel, bei denen der Ortsbezeichnung ein VON oder DE vorgeschaltet ist.

Nach der Übernahme der Taxis'schen Post durch den bayerischen Staat wurden einige dieser "adligen" Stempel weiterverwendet.

2. Frühe Einzeiler

Gleichlaufend mit den adligen Stempeln wurden auch einzeilige Ortsstempel ohne den Vorbezeichnungen VON und DE eingeführt. Die Bezeichnung "früher Einzeiler" ist in Bayern berechtigt, denn die bayerische Post führte etwa 1820 einheitliche, schablonierte, einzeilige Stempel ein. Um diese Stempelarten zu trennen, sind die Wortschöpfungen "früher" und "später" Einzeiler geprägt worden. Alle einzeiligen Stempel, die vor der Einführung des späten Einzeilers verwendet wurden, werden als frühe Einzeiler bezeichnet. Die Schriftarten sind beim frühen Einzeiler unterschiedlich, ähnlich wie bei den adligen Stempeln. Auch in diesem Falle wurde nach Übernahme der taxis'schen Post durch den bayerischen Staat einige dieser Stempel weiterverwendet.

3. Rayonstempel

Im Dezember 1801 wurde zwischen Frankreich und dem Hause Thurn und Taxis ein Postvertrag geschlossen, der Frankreich in fünf (1 - 5) und das Gebiet der kaiserlichen Reichspost in vier (1 - 4) Rayons einteilte. Bei späteren Postverträgen mit deutschen und anderen Staaten wurden teilweise festgelegte Rayongrenzen geändert und in deutschen Staaten - jedoch nicht in Bayern - der fünfte Rayon eingeführt.

Die Rayoneinteilungen dienten zur Portoverrechnung, waren also Verrechnungszonen, die auf der Sendung angegeben werden musste. Die Rayonbereiche wurden vom Rhein beginnend nach Osten gezählt. Die aufzusetzenden Rayonstempel waren Zusatzstempel, nicht aber in den taxis'schen Postgebieten und somit auch nicht in Bayern. Hier wurden neue Ortsstempel eingeführt, bei denen Ortsname und Rayonbezeichnung eine Einheit bilden. In Bayern waren solche Stempel von etwa 1802 bis ca. 1822 in Verwendung. An einzelnen Orten wurden Rayonstempel bis in die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts verwendet. Der Stempel "Creussen R.3." wurde in den Jahren 1863 und 1865 als Aushilfsstempel verwendet.

Die bayerischen Rayonstempel waren in verschiedenen Schriften gehalten. Es gab einzeilige und zweizeilige Rayonstempel, die letzteren waren Stempel mit einer Datumzeile. Die Rayonbezeichnung konnte vor, als auch nach dem Ortsnamen stehen.

Wie aus der angegebenen Verwendungszeit unschwer zu erkennen ist, wurden die Stempel auch bei der bayerischen Post verwendet. Zum Teil waren es taxis'sche Weiterverwendungen, zum Teil aber auch eigene, bayerische Neuanschaffungen. Der Rayonstempel ist also keine reiner Taxisstempel, aber auch noch keine alleinige bayerische Stempelschöpfung.

Infolge veränderter Tarifeinstufung wechselten einige ihren Rayon. Eine Absonderlichkeit bietet Hollfeld. Von 1817 bis 1820 gruppierte es sich in den nicht existierenden Rayon 5 ein. Nebenher führte Hollfeld aber auch den normalen Stempel mit R.3.

Bei Übernahme der Post durch den bayerischen Staat wurden die Rayonbezeichnungen stillschweigend beibehalten, ohne dass es zu einer Erneuerung des Vertrages mit Bayern kam.

Am 16.5.1821 kam es zu einem Postvertrag mit Frankreich, mit Gültigkeit ab dem 1.1.1822. In diesem Vertrag wurde auch die Kennzeichnung der Briefe festgelegt, um die vereinfachte, wechselseitige Gebührenverrechnung durchführen zu können.

Es wurde zu diesem Zweck eine neue Rayonfestlegung eingeführt, die mit den Grenzen der alten Rayons nichts zu tun hatten. Aus dieser Vereinbarung heraus wurden die C.B.R.-Stempel mit Rayonbezeichnung von 1-5 eingeführt und die Postorte nach der neuen Rayongrenzziehung eingeteilt. Um Verwechslungen vorzubeugen, wurden die alten, oft nicht mehr zutreffenden Rayonbezeichnungen aus den Ortsstempeln entfernt. Man sprich vom gekürzten (aptierten) Rayonstempel.

Nicht alle Rayonstempel wurden aptiert. Es gab Posthalter, die eine Kürzung nicht für erforderlich hielten, vor allem dann, wenn die alte und die neue Rayonnummer übereinstimmte. Auch gekürzte Rayonstempel wurden an einigen Orten weit über die übliche Verwendungszeit, zum Teil bis in die 20iger Jahre des 19. Jahrhunderts, weiterverwendet.

4.Württembergische Gebiete unter bayerischer Hoheit

Durch den Reichsdeputations-hauptschluss vom 25.2.1803 erhielt Kurfürst Maximilian Josef IV von Bayern als Entschädigung für verlorene, linksrheinische Gebiete u.a. kleine Teile Württembergs mit den Postorten: Buchhorn, Geislingen, Leutkirch, Nerenstetten, Ravensburg, Tettnang, Ulm, Wangen und Westerstetten. Die Poststelle Nerenstetten hatte keinen Stempel. Bis 1805 waren diese Poststellen Kaiserliche Reichspostanstalten, ab 1806 taxis'sche Lehenspostanstalten, ab 1.10.1808 bayerische Landespostanstalten, Im Jahr 1810 fielen diese Gebiete wieder an Württemberg zurück. Die Stempel aus dieser bayerischen Zeit sind von Spezialisten gesucht.

5. Österreichische Gebiete unter bayerischer Landeshoheit von 1805-15

Mit dem Regierungsantritt des Kurfürsten Maximilian IV. Joseph im Jahre 1799 begann eine Wende in der bayerischen Politik, auch auf dem Gebiet "Postverwaltung". Es war napoleonische Zeit. Nach dem Koalitionskrieg (1802) stand Bayern zwar noch auf der Seite Österreichs, doch kam es dann zum Anschluss an Frankreich. Ein politischer Schritt, veranlasst vom bayerischen Staatsminister von Montgelas.

Das Haus Thurn und Taxis war wegen der bayerisch-französischen Allianz sehr beunruhigt. Man befürchtete in Regensburg - berechtigt - um die Postrechte. Taxis versuchte in der Folgezeit immer wieder diesbezügliche Verträge mit Bayern besser abzusichern. Erfolglos, wie sich zeigte.

!805 - dritter Koalitionskrieg. Die süddeutschen Staaten und damit auch Bayern sind mit Napoleon verbündet. Die Franzosen mit ihren Verbündeten siegten zunächst bei Ulm, besetzten Wien und siegten in der "Dreikaiserschlacht" bei Austerlitz über die vereinigten Russen und Österreicher. Es folgte der Friede von Preßburg, unterschrieben am 26.12.1805. Bayern erhielt Tirol und Vorarlberg, sowie die Bistümer Brixen und Trient und wurde Königreich (von Napoleons Gnaden).

Mit der Erhebung zum Königreich erhielt Bayern auch das Recht der eigenstaatlichen Postverwaltung. Die Befürchtung des Hauses Taxis wurde Realität. Allerdings gab Bayern am 14.2.1806 zunächst das Postrecht in Form eines Lehens wieder an Taxis zurück. Der Lehensvertrag zeigte deutlich das Bestreben Bayerns das Postgeschehen in absehbarer Zeit selbst in die Hand zu nehmen. Der Vertrag wurde von beiden Seiten eingehalten, nur er wurde Taxis nie zur Unterschrift vorgelegt. Trotzdem spricht man heute noch vom taxis'schen Lehen.

Nach knapp zweieinhalb Jahren, am 1.7.1808, löste Bayern den (eigentlich gar nicht bestehenden) Lehensvertrag und übernahm die Post in eigenstaatliche Regie.

1809 - erneuter Krieg Österreich - Frankreich (mit seinen Verbündeten). Napoleon erhielt bei Aspern die erste große Niederlage, besiegte aber die Österreicher bei Wagram entscheidend. Es kam am 14.10.1809 zum Frieden von Schönbrunn. Von den im Frieden zu Preßburg zugesprochenen Gebieten musste Bayern Süd- und Osttirol wieder abtreten und erhielt dafür Salzburg, einen Teil des Hausruckviertels und das oberösterreichische Innviertel.

Die Erhebung Tirols unter Hofer und Speckbacher scheiterte. Wieder standen bayerische Truppen an der Seite der Franzosen.

Vom September 1814 bis 9.6.1815 tagte der Wiener Kongress. Es ging um die Neuordnung Europas. Nach der Verbannung Napoleons auf Elba, verliert Frankreich seine seit 1792 eroberten Gebiete. Auch Bayern musste seine Gebiete in Österreich - mit Ausnahme des Hausruckviertels und des Westallgäus - wieder zurückgeben. Die Rückgabe erfolgte nach und nach. Während Tirol bereits 1814 wieder weitgehendst selbstständig war, zog sich die Ablösung Vorarlbergs bis 1816 hin.

6. Österreichische Orte, die zwischen 1805 bis 1814/15 zu Bayern gehörten:

Barwies (auch Parvis), Bludenz, Brandsoll (auch Brandzoll oder Brannzoll), Bregenz, Brenner, Brixen,, Bruneck (auch Bruneggen oder Brunekken), Dalaas, Deutschen (auch Teutschen), Ellmau, Feldkirch, Flinsch, Hall, Hohenems, Imst, Innsbruck, Klausen, Kollmann, Kufstein, Landeck, Lermos, Meran, Mittewald a. Eysack, Nassereith. Nauders, Navis, Niederndorf (auch Niederdorf), Obermiemingen, Obermittewald, Pfundts, Platten, Rattenberg, Reutte, St. Johann  am Achen, St. Michael, Schönberg, Schwaz (auch Schwatz), Seefeld, Silian, Söll, Steinach a.Br., Sterzing, Stuben, Tauern, Telfs, Vintl, Volters, Waidring, Weisberg, Woergl, Zirl.

7. Österreichische Orte, die zwischen 1809 bis 1815 zu Bayern gehörten:

Altheim, Baierbach (auch Pauerbach), Braunau, Frankenburg, Frankenmarkt, Golling, Haag (auch Unter-Haag), Hallein, Hof bei Salzburg), Hofgastein, Hüttau, Lend, Lofer (auch Lofers), Mattighofen, Mauternhof, Neumarkt im Salzkreis, Obernberg, Radstadt, Ried, Salzburg, St. Gilgen, St. Johann a.Salzach, Schärding, Schwanenstadt, Schwanstadt, Siegharding, Tamsweg, Unken, Voecklabruck, Wagrein, Werfen.

8. Die bayerische Pfalz

Die Geschichte der Pfalz ist durch komplizierte Erbfolgen und kriegerische Besetzungen durch das Nachbarland Frankreich gekennzeichnet. Erst nach den pfälzischen Erbfolgekriegen konnte sich mit Abschluss der Pfälzisch-Taxis'schen Postkonvention 1730 ein Postwesen entfalten.

Schon sehr früh führte Taxis, dem französischen Beispiel folgend, in der Pfalz Aufgabestempel ein. Bei der Besetzung der Pfalz durch napoleonische Truppen wurden die Stempel von den Posthaltern zum Teil vernichtet oder mitgenommen. In der Zeit nach 1791 sind in der Pfalz taxis'sche Stempel (soweit noch vorhanden) und neugeschaffene französische Aufgabestempel verwendet worden.

Im Friede zu Luneville 1801 willigten Kaiser und Reich in die Abtretung des linken Rheinufers ein. 1803 beim Regensburger Reichsdeputations-hauptschluss werden die Friedenbeschlüsse von Luneville ratifiziert und Deutschland neu aufgeteilt.

Der Vertrag des Hauses Thurn und Taxis mit der französischen Post vom 14.12.1801 hate die Einführung der Rayonstempel in den deutschen Gebieten zur Folge. Die Pfalz war nicht betroffen. Sie war zwar taxis'sches Postgebiet, aber französisches Hoheitsgebiet. Die Postorte der Pfalz bekamen, wie alle Französischen Postorte, Departementstempel.

Am 30.5.1814 kam es zum ersten Pariser Frieden, der Frankreich in den Grenzen von 1792 anerkannte. Am 1.3.1815 kehrt Napoleon von Elba zurück. Es begann die "Herrschaft der Hundert Tage", die schließlich mit der Niederlage Napoleons bei Waterloo endete (18.6.1815). Es folgte der zweite Pariser Friede, der am 20.11.1815 unterzeichnet wurde. Frankreich verlor erneut Teile seines Territoriums. Napoleon wird auf Lebenszeit nach St. Helena verbannt.

Bereits am 18.9.1814 begann der Wiener Kongress, der bis 9.6.1815 andauerte. Ziel war die Ordnung der europäischen Verhältnisse. Die Pfalz wurde dem überrheinischen Gebiet zugeordnet und unterstand postalisch dem Hause Thurn und Taxis.

1816 wurde die Pfalz Bayern zugesprochen und bildete einen bayerischen Regierungsbezirk, dessen Gebiet mit der alten Kurpfalz nicht identisch war. Man spricht von der Bayerischen Pfalz. Damit verlor auch Taxis seine Postrechte in diesem Gebiet, denn Bayern hatte ja bereits 1806 das Postregal im Lande übernommen. Die Post wurde bayerisch staatlich. Man muss unter den gegebenen Umständen die taxis'schen und französischen Stempel als Vorläufer bayerischer Stempel mit einbeziehen. Das um so mehr, als ein Teil dieser Stempel in der bayerischen Zeit zunächst weiterverwendet wurde.

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9. Späte Einzeiler

Der späte Einzeiler ist der erste Stempel, der als spezifisch bayerischer Stempel angesprochen werden kann. Er ist zwischen 3 und
7 mm hoch (in der Hauptsache 5 mm) in Antiqua-Versalien geschnitten und sollte die taxis'schen Stempeltypen endgültig ablösen. In den Jahren 1820 bis 1825 wurde der Stempel in etwa 220 Orten Bayerns eingeführt.

Im Gegensatz zum frühen Einzeiler, der frei entworfen und geschnitten wurde, war der späte Einzeiler schabloniert. Damit war es auch mit den individuellen, oft landsmannschaftlich bedingten Eigenheiten bei der Stempelherstellung vorbei. Die Königlich Bayerische Post wollte, im Gegensatz zur Taxiszeit, das Stempelbild vereinheitlichen, was aber nur zum Teil gelang.

Es gibt zwar auch jetzt noch abweichende Typen, jedoch ergaben sich solche Ab-weichungen meist durch die notwendige Präzisierung der Ortsnamen. In der Regel wurde die Grundtype beibehalten und lediglich die Zusatzbezeichnung abweichend geschnitten.

Die hauptsächlichste Verwendungszeit lag zwischen 1820 und 1840. An manchen Orten wurde dieser Stempel in der Fahrpost weiterverwendet. Im Laufe der Zeit wurden aber auch dort die Stempel nach und nach ausgesondert. Allerdings muss gesagt werden, dass diese Stempeltype zum Teil noch bis 1865 in der Fahrpost in Gebrauch war. Als Stempelfarben wurden in der vorphilatelistischen Zeit beim späten Einzeiler Schwarz, Rot, Blau und Grün verwendet.

Der Ordnung halber sei darauf hingewiesen, dass der späte Einzeiler noch nach 1865 bei der Post als Formularstempel verwendet wurde. Einzeiler haben sich dafür besonders geeignet. Darin kann man aber keine Verwendung im philatelistisch postalischen Sinne sehen.

10. Zweizeiler

Etwa 1822 wurden für die großen Postorte auch zweizeilige Stempel geschnitten. in der ersten Zeile befand sich der Ortsname in Antiqua, in der zweiten Zeile die Datumsleiste mit Tages-, Monats- und Jahresangabe. Noch bestand keine Vorschrift für eine Datumsangabe im Stempel, obwohl man bereits bei den zweizeiligen Rayonstempeln gute Erfahrungen damit gemacht hatte. Diese Type wurde noch in Markenzeit bis etwa 1855/56 verwendet. Vorphilatelistisch sind diese Stempel in erster Linie in schwarz und rot und bei einer Sondertype auch in blau und grün bekannt.

Um 1840 wurde die zweizeilige Type erneuert. Wieder waren diese Stempel nur für größere Postorte vorgesehen. Auch diesesmal bildete der Ortsname die erste Zeile und auch die Antiqua-Versalien blieben. Das Datum wurde um die Stundenangabe erweitert. Für die Stunden vor dem Mittag wurden arabische, für die nach dem Mittag römische Ziffern verwendet. Zum Zeitpunkt der Einführung dieser Type 1840 bestand bereits die Vorschrift, dass der Aufgabestempel auch das Aufgabedatum zeigen sollte. Allerdings waren zunächst nur Tag- und Monatsangabe vorgeschrieben. Diese Stempeltype war von ca. 1840 bis zu Beginn der 70ger Jahre in Verwendung. Als Stempelfarbe wurden in vorphilatelistischer Zeit Schwarz und Rot verwendet.

11. Fingerhutstempel

Zweifellos hat die Postver-waltung den Vorteil erkannt im Stempel nicht nur die Ortsbezeichnung der Auflieferungsstelle zu benennen, sondern auch das Auflieferungsdatum zu integrieren. Immerhin hatten die zweizeiligen Rayonstempel (auch aptiert) und die späteren Zweizeiler eine Datumsleiste, so dass die Bayerische Post auf mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung mit Datumsstempeln zurückblicken konnte, als sie Anfang 1832 eine Verordnung in Kraft setzte, wonach der Aufgabestempel auch das Aufgabedatum zeigen sollte. Allerdings waren als Datums-angabe nur Tag und Monat vorgesehen. Die oben erwähnten Vorläufer hatten seit ca. 20 Jahren auch die Jahresangabe im Datum.

Wie dem auch sei, mit der Verordnung und durch gewonnene Erfahrungen kam es zu einer vollkommen neuen Stempeltype, einem Einkreisstempel mit 18 mm Durchmesser, dem sogenannten Fingerhutstempel. Im Kreis waren bogenförmig der Ortsname und in der Kreismitte in Bruchform das Datum angebracht. Die Schrift bestand aus Antiqua-Versalien.

Die Veränderung in Kreisform war ein Ergebnis der Erfahrung. Bei den damals in Gebrauch befindlichen Fauststempeln (Fäustel) kam es vor, dass bei längeren Ortsnamen die Anfangs- und Endbuchstaben nur mangelhaft abgeschlagen waren. Beim Fingerhutstempel konzentrierte man den Stempeltext in einem Kreis von 18 mm, so dass der Stempelkopf genau im Bereich des Hauptdrucks des Fäustels lag. Die Abschläge wurden klarer; vorausgesetzt der Stempel war gereinigt und plan auf der Sendung abgeschlagen.

Optisch war der Stempel wunderbar, aber er hatte auch seine Nachteile. Durch die kleine  Stempelfläche war der Verschmutzungsgrad höher, vor allem bei Stempeln mit langen Ortsnamen, bei denen die Buchstaben enger geschnitten waren. Diese Stempel waren sehr oft auch in gereinigten Zustand schwer zu lesen.

Von 1833 bis etwa 1835 wurden 118 bayerische Postorte mit Fingerhutstempeln ausgerüstet. Nur in Dürkheim und Pirmasens wurde  die Fingerhuttype bereits 1831/32 eingeführt.
41 Postorte verwendeten den Fingerhutstempel noch in der Markenzeit, zwei Orte davon bis 1868/69.

Als Stempelfarbe wurden in vorphilatelistischer zeit beim Fingerhutstempel Schwarz, Rot, Blau und Grün verwendet.

12. Halbkreisstempel ohne Stundenangabe (Segmentstempel)

Die Nachteile des 18 mm Einkreisstempels (Fingerhutstempels) in Bezug auf seine Lesbarkeit bei enggeschnittenen Ortsnamen war ausschlaggebend dafür, dass bereits 1835 eine neue Grundtype eingeführt wurde, der Halbkreisstempel. Dieser Stempel verdrängte den Fingerhutstempel zwar nicht sofort, aber doch zunehmend mehr und mehr und war, die Markenzeit mit einbezogen, auch länger in Gebrauch.

Der Halbkreisstempel hatte eine Breite von 30 bis 33 mm und eine Bogenhöhe von ca. 18 mm. Für die bogenförmig geschnittene Ortsbezeichnung war reichlich Platz. Die Notwendigkeit die Schrift sehr eng zu halten bestand nicht. Sie wurde dadurch besser lesbar und verschmutzte nicht so schnell. In der vorphilatelistischen Zeit können die Halbkreisstempel in zwei Typen eingeteilt werden, in die Stempel ohne und mit Stundenangabe.

Winkler teilt die Halbkreisstempel ohne Stundenangabe wiederum in zwei Typen ein, eine niedere und eine höhere  Form. Die Abgrenzung ist durch Messen nicht immer eindeutig. Auch die Zeit der Einführung der Halbkreisstempel - 1835 die niedere und 1840 die höhere Form ist nur bedingt ein Unterscheidungsmerkmal. Sie wurden teilweise nebeneinander verwendet. So lehnen manche Vorphila-Spezialisten die Typeneinteilung in "niedere und höhere Form" ab und bevorzugen die genaue Angabe  der Höhe in Millimeter. Aber ich denke, dies ist ein Kampf gegen Windmühlen. Die Typisierung der bayerischen Ortsstempel nach Winkler, fortgesetzt durch Helbig, hat sich in der Bayern-Philatelie durchgesetzt.

Die Schrift der Stempel war Antiqua in großen Buchstaben. Das Datum, Tages- und Monatsangabe, war in Bruchform.

1843 wurde der Halbkreisstempel mit Stundenangabe eingeführt. Die Antiquaschrift wurde beim Halbkreisstempel mit Stundenangabe beibehalten. Die Tages- und Monatsangaben stehen nicht mehr in Bruchform, sondern nebeneinander, durch einen Schrägstrich getrennt. Zusätzlich ist über der Datumsangabe die Uhrzeit eingesetzt. Die Vormittagsstunden wurden durch arabische, die Nachmittagsstunden durch römische Ziffern zum Ausdruck gebracht. der Stempel wurde nur bei größeren Ämtern eingeführt.

13. Zweikreisstempel (Oberpostamtsstempel, auch OPD-Stempel genannt)

Die letzte Stempelform, die während der vorphilatelistischen Zeit in Bayern eingeführt wurde, war der Zweikreisstempel. Ab November 1848 wird diese Stempeltype bei den bayerischen Oberpostämtern Augsburg, München, Nürn-berg, Regensburg und Würzburg eingeführt. Sie erhielt die Bezeichnung "Oberpostamtsstempel".

Die Stempeltype wurde in einem Durchmesser von
22 mm hergestellt. Die Schrift ist Antiqua in großen Buchstaben. Im Innenkreis befindet sich das Datum mit gekürzter Monatsangabe und ausgeschriebener Jahreszahl. Zwischen den beiden Kreisen ist oben die Ortsangabe und unten die Stundenangabe. Links und rechts zwischen Orte- und Stundenangabe befindet sich eine Rautenverzierung. Der Oberpostamtsstempel war in vorphilatelistischer Zeit nur knapp ein Jahr in Verwendung, dann folgte die Einführung der Postwertzeichen und damit die Hauptverwendungszeit des Stempels bis Anfang der 70er Jahre.

Während der Markenzeit erhielten die Ämter Landshut und Bamberg gleiche Stempeltypen. Änderungen am Oberpostamtsstempel wurden ebenfalls erst nach Einführung der Postwertzeichen vorgenommen. In der vorphilatelistischen Zeit wurde der Oberpostamtsstempel in schwarzer, roter und blauer Farbe verwendet.




14. Sondertypen der Briefpost

Bei der Briefpost wurden lokal noch einige Sonderformen von Poststempeln verwendet. Der oben abgebildete rote Zweikreisstempel mit kleinem Innenkreis von Ansbach befindet sich auf einem Brief vom 8.8.1798. Dieser Stempel kam sehr früh zur Fahrpost. Als Briefstempel verwendet sind nur wenige Exemplare bekannt (sehr selten).

 

 

Scheidegg

Eröffnet am 1.7.1861 als Postablage der Expedition Weiler, ab 1.7.1862 Postexpedition.

Mühlradstempel

I.    -
II.   -
III. 781

 

 

 

Bewertung
auf Marke 40 €
auf Brief 180 €

 

 

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

ohne Abbildung

Postablage
verwendet 1861-1862
Bewertung
auf Marke 90 €
auf Brief 350 €
auf Dienstbrief 100 €

Halbkreisstempel
Typ Winkler 12a
verwendet 1862-1875
Bewertung
Ausg. 2/7 ca.180 €
Ausg. 8/13 ca.100 €
Ausg. 14/36 ca. 70 €

Einkreiser
Typ Helbig 21a
hohe Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
ohne Jahr
verwendet 1870-1882
Bewertung
Kreuzerzeit 40 €
Pfennigzeit 0 €
 

Punktstempel
Typ Helbig 28b
hohe Grotesk
Monat in
Buchstaben
mit Stunde und Jahr
verwendet 1885/86
Bewertung 25 €

Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

Nr. 8

Einkreiser
Typ Helbig 24b
hohe Grotesk
Monat in
 Buchstaben
mit Stunde und Jahr
verwendet 1886-1898
Bewertung 5 €

Einkreiser
Typ Helbig 21b
hohe Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1890-1895
Bewertung 0 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1899-1902
Bewertung 0 €
in blau 15 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk
"breit"
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1911-
Bewertung 0 €

Nr. 9

Nr. 10

Nr. 11

Nr. 12

Zweikreiser
Typ Helbig 37c
verwendet 1905-1911
Bewertung 0 €

Zweikreiser
Typ Helbig 37c
verwendet 1911-1920
Bewertung 0 €

Zweikreiser
Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ca. 1911
Bewertung 25 €

Aushilfsstempel
Typ Helbig 3.2
verwendet
 11.10.-26.10.?
10.1.-17.1.1899
Bewertung 25 €

Schlachters

Eröffnet am12.10.1853 als Postexpedition.

Mühlradstempel

I.    556
II.   460
III.  -

ohne Abbildung

 

 

Bewertung
auf Marke 120 €
auf Brief 220 €

Bewertung
auf Marke 60 €
auf Brief 110 €

 

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

ohne Abbildung

Halbkreiststempel
Typ Winkler 11b
Antiqua
höhere Form
verwendet 1853-1875
Bewertung

Einkreisstempel
Typ Winkler 19a
Grotesk
Datum in Ziffern
mit Stunde ohne Jahr
verwendet 1870-ca. 1880
Bewertung
Kreuzerzeit 15€
Pfennigzeit 5 €

Einkreisstempel
Typ Winkler 21a
hohe Grotesk
Datum in Buchstaben
Doppelstunde
 ohne Jahr
verwendet 1880-ca. 1883
Bewertung 0 €

Normstempel
Typ Helbig 25b
hohe Grotesk
Monat in Buchstaben
mit Stunde und Jahr
verwendet 1885- 1889
Bewertung 0 €

Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

Nr. 8

kleiner Schwabenstempel
Typ Helbig 27
verwendet 1898
Bewertung 200 €
sehr spät für
 diesen Typ

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1900-
Bewertung 0 €

Stegstempel ohne
Schraffur
Typ Helbig 41
verwendet 1920-
Bewertung 0 €

 

Zweikreiser
Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ?
Bewertung 25 €

 

Schnellers

Eröffnet 1898 als Posthilfstelle Taxe Oberreute, geschlossen am 1.2.1910

Nr. 1

 

ohne Abbildung

 

Posthilfstelle
verwendet 1898-1910
Bewertung 60 €

 

Schönau bei Grünenbach

Eröffnet 1898 als Posthilfstelle Taxe Grünenbach

Nr. 1

 

 

Posthilfstelle
verwendet 1898-1914
Bewertung 25 €

 

Schönau bei Lindau

Eröffnet 1899 als Posthilfstelle Taxe Lindau

Nr. 1

Nr. 2

Posthilfstelle
verwendet 1899
Bewertung 30 €

Posthilfstelle
verwendet 1913-1920
Bewertung 25 €

Schüttentobel

Eröffnet 1898 als Posthilfstelle Taxe Harbatshofen

Nr. 1

Nr. 2

Posthilfstelle
verwendet 1898
Bewertung 20 €

Posthilfstelle
verwendet 1913-1920
Bewertung 20 €

Simmerberg

Eröffnet am 1.11.1886 als Postexpedition, später Postagentur

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

Normstempel
Typ Helbig 24b
hohe Grotesk
Monat in Buchstaben
mit Stunde und Jahr
verwendet 1887-
Bewertung 5 €

Einkreiser
Typ Helbig 21b
hohe Grotesk
Monat in Buchstaben
Doppelstunde
mit Jahr
verwendet 1898-
Bewertung 5 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrigere Grotesk
Monat in Buchstaben
Doppelstunde
mit Jahr
verwendet 1915-1920
Bewertung 0 €

Zweikreiser
Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ?
Bewertung 25 €

Nr. 5

 

 

 

 

Aushilfsstempel
Typ Helbig 5.2
verwendet 24.4.?/4.5.1903
Bewertung 40 €

 

 

Steinegaden

Eröffnet 1899 als Posthilfstelle Taxe Röthenbach 2, geschlossen 16.5.1916

Nr. 1

Nr. 2

Posthilfstelle
verwendet 1900
Bewertung 50 €

Posthilfstelle
verwendet 1912
Bewertung 50 €

Stiefenhofen

Eröffnet am 1.7.1900 als Posthilfstelle Taxe Harbatzhofen, 1901 Agentur

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Posthilfstelle
verwendet 1900-1901
Bewertung 70 €

Zweikreiser
Typ Helbig 37a
"zwei Sterne"
verwendet 1901-1906
Bewertung 5 €

Zweikreiser
Typ Helbig 37a
"zwei Sterne"
verwendet 1906-1910
Bewertung 0 €

Nr. 4

 

 

 

 

 

 

Zweikreiser
Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet 12.1906
Bewertung 30 €

 

 

 

Umgangs

Eröffnet am 16.4.1901 als Posthilfstelle Taxe Niederstaufen, geschlossen am 30.11.1902

Nr. 1

 

 

Posthilfstelle
Verwendet 1901-1902
Bewertung 150 €

 

Vorderschweinhöf

Eröffnet am 16.7.1900 als Posthilfstelle Taxe Oberreute

Nr. 1

 

 

Posthilfstelle
verwendet 1900-
Bewertung 50 €

 

Wasserburg am Bodensee Ort

Ab März 1771 vorderösterreichische Poststation auf dem neu eröffneten Kurs Bregenz - Altdorf (Weingarten). Diese Poststation wurde nach kurzer Zeit in das montfortsche Nonnenbach (Kressbronn) verlegt.

Eröffnet am 16.12 1878 als Postablage von Lindau, ab 1.6.1885 Expedition, später Agentur.

Nr. 1

Nr. 2

Postablage
verwendet 1878-1885
Bewertung 110 €
Welcher ist der erste Stempel?
Helbig gibt keine Auskunft. Wir müssen auf die Antwort noch etwas warten.

Postablage
verwendet 1878-1885
Bewertung 110 €

Nr. 3

Nr. 4

 

 

ohne Abbildung

ohne Abbildung

 

 

Einkreiser
Typ Helbig ?
verwendet 1885-
Bewertung 20 €

Zweikreiser
Typ Helbig 30?
niedrige Grotesk
verwendet ?
Bewertung 15 €

 

 

Wasserburg am Bodensee Bahnhof

Eröffnet 1899 als Post- und Bahnexpedition

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Einkreiser mit Gebietsangabe
Typ Helbig 35
verwendet 1910
Bewertung 15 €

Doppelkreisstempel
Typ Helbig 37a
verwendet 1920
Bewertung 15 €

Zweikreiser
Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ?
Bewertung 50 €

Weiler im Allgäu

Von 1771 bis 1778 existierte in Weiler ein vorderösterreichisches Postamt und ein Poststall des vorderösterreichischen Kurses Bregenz-Kempten. Als bayerische Postexpedition und Poststall des Kurses Immenstadt-Weiler eröffnet 1810 und zwischen 1814 und 1818 wieder aufgehoben. Wieder eröffnet im Juli 1851 als Postexpedition mit Eröffnung der Eilwagenfahrt Kempten-Immenstadt-Oberstaufen-Niederstaufen-Lindau.

Weiler war durch Postomnibusfahrten mit dem Bahnhof Röthenbach verbunden. In den Westallgäuer Heimblättern Bd. 6 S.184 von 1936 ist folgender Fahrplan vom 1.5.1854 veröffentlicht:

Abgang aus Weiler:  2 Uhr früh und 10 Uhr vormittags.
Ankunft im Bahnhof: 3 Uhr früh und 11 Uhr vormittags.
Abgang aus dem Bahnhof: 3 1/2 Uhr früh und 5 Uhr abends.
Ankunft in Weiler: 4 1/2 Uhr früh und 6 Uhr abends.

Fahrpreis 15 Kreuzer pro Person, 20 Pfund Gepäck sind frey.
Bemerkung: Die Passagiere zu den übrigen nicht mit obigen Fahrten influirenden Bahnzügen werden gleichfalls mit dieser Route befördert und haben sich im Büro der k. Bahnexpedition zu melden.. Kgl. Postexpedition Weiler: Wucher

Im Anschluss daran sei bemerkt (gleiche Quelle), dass im Jahre 1856 folgende Eisenbahnzüge in Röthenbach verkehrten:

Von Lindau nach Augsburg: 5.43 Uhr früh, 1.28 Uhr mittags, 6.59 Uhr abends.
Von Augsburg nach Lindau: 7.15 Uhr morgens, 1.25 Uhr mittags, 8.30 Uhr abends.

Der Poststadel von Weiler, vorne der Postomnibus

Der Poststadel steht schon lange nicht mehr. Um sich auf dem Bild zurechtzufinden betrachte man das Haus rechts im Hintergrund. Es ist das ehemalige Gasthaus "Zum Löwen", das heutige Heimatmuseum von Weiler. Vor dem Poststadel und auch vor dem "Löwen" der Misthaufen, auf dessen Größe und Architektur man früher ein großes Augenmerk legte und den Wohlstand wie das Schönheitsempfinden des Besitzers danach einstufte. Auf der Straße aber steht der Postwagen, auf den die Weilerer so stolz waren, denn sie konnten zur Eisenbahn nach Röthenbach fahren, während die Lindenberger und Scheidegger immer noch zu Fuß gehen mussten. Der Postwagen nahm seinen Weg über das Ellhofer-Moos und Auers, wie später die Lokalbahn, denn die Straße zwischen Ellhofen und Röthenbach bestand noch nicht.

Mühlradstempel

I.    454
II.   566
III.  -

 

 

auf Marke 10 €
auf Brief 60 €

auf Marke 10 €
auf Brief 20 €

 

Nr. 1

Nr. 2

Nr.3

Rayonstempel
Typ Winkler 3b
schräge Antiqua
verwendet 1810- ca. 1814/18
Bewertung  250 €

Halbkreisstempel
Typ Winkler 11b
Antiqua
jüngere höhere Form
verwendet 1851-1875
Bewertung 30 €
als Umtauschstempel 100 €

Einkreiser
Typ Winkler 19a
niedrige Grotesk
Datum in Ziffern
mit Stunde ohne Jahr
verwendet 1870-1877
Bewertung
Kreuzerzeit 10 €
Pfennigzeit 0 €

 
 

Nr. 4

Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

ohne Abbildung

ohne Abbildung

Einkreiser
Typ Helbig 20a
niedrige Grotesk
Monat in Buchstabe
mit Stunde ohne Jahr
verwendet 1870-1875
Bewertung 10 €
 

Einkreiser
Typ Helbig 20b
niedrige Grotesk
Monat in Buchstabe
mit Stunde und Jahr
verwendet 1870-1875
Bewertung 20 €

Einkreiser
Typ Helbig 21a
hohe Grotesk
Monat in Buchstaben
mit Stunde ohne Jahr
verwendet ca. 1870-1883
Bewertung
Kreuzerzeit 20 €
Pfennigzeit 0 €

Punktstempel
Typ Helbig 28a
hohe Grotesk
Monat in
Ziffer
mit Stunde und Jahr
verwendet 1883
Bewertung 15 €

Möglicherweise hat Sem die beiden Einkreiser Typ 20a bzw. 20b falsch typisiert und es handelt sich um Stempel dey Typs 21a bzw. 21b.

   
 
 

Nr. 8

Nr. 9

Nr. 10

Nr. 11

Punktstempel
Typ Helbig 28b
hohe Grotesk
Monat in
Buchstaben
mit Stunde und Jahr
verwendet 1883/85
Bewertung 15 €

Normstempel
Typ Helbig 25b
hohe Grotesk
Monat in Buchstaben
mit Stund und Jahr
verwendet 1887-
Bewertung 0 €

Einkreiser
Typ Helbig 21b
hohe Grotesk
Monat in Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1893-
Bewertung 0 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrigere Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1897-1901
Bewertung 0 €

Nr. 12

Nr. 13

Nr. 14

Nr. 15

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1901-
Bewertung 0 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1915-1920
Bewertung 0 €

Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet 25. 5. 1914
8. 9. 1919
Bewertung 40 €

Aushilfsstempel
Typ Helbig A3.2
verwendet 1884-1887
Bewertung 5 €

Nr. 16

 

Nr. 17

 

Aushilfsstempel
Typ Helbig A5.2
verwendet 13.1.-18.2.?/15.6.?
3.9.-28.9.1900/15.12.-18.12.?
Bewertung 15 €

 

Aushilfsstempel
Typ Helbig A5.2
verwendet 26.10.-16.12.1904
4.3.-18.3.1905/1.5.1905
26.4.1909/10.6.1910
Bewertung 15 €

Und zum Schluss noch der Ortsplan von Weiler aus dem Jahre 1821 hier...
Um den Ortsplan zu vergrößern klicken sie auf die untere rechte Ecke des Planes.

Wohmbrechts

Eröffnet am 1.5.1900 als Posthilfstelle Taxe Hergatz, geschlossen am 30.6.1902

Nr. 1

 

ohne Abbildung

 

Posthilfstelle
verwendet 1900-1902
Bewertung 80 €

 

   
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