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Die Post im Westallgäu

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"Bayerische Vorphilatelie"

"Bezahlt bis zur Grenze" oder "Franco Grenze" bedeutete, dass beim Empfänger in Bayern nur noch der Betrag zu erheben war, der innerhalb Bayerns angefallen war. Bei den Postverwaltungen aller Länder war dies das häufigste Verfahren, das angewandt wurde. In den meisten Fällen waren damals die anfallenden Gebühren im "Ausland" (Transport- oder Transitgebühren nicht bekannt und konnten daher auch nicht vorausentrichtet werden.

Hatte der Auflieferer im Aufgabeland keine Gebührenzahlung geleistet, so musste die Bayerische Post bei der Übernahme der Sendung an die übergebende Postverwaltung die bisher angefallenen Gebühren bezahlen. Sie legte die Fremdgebühr für den Empfänger aus. Der fragliche Brief erhielt in der Regel einen sogenannten Auslagestempel, in dem der ausgelegte Betrag vermerkt und zuzüglich der in Bayern angefallenen Postgebühren beim Empfänger erhoben wurde.

Hinsichtlich der Übergabe der aus dem Ausland kommenden Sendungen wurde festgelegt, dass jede Postverwaltung den Transport bis zu einer Poststation des anderen Postgebietes zu leisten hatte. Man spricht in diesem Fall vom Briefpaketschluss. Solche Orte wurden mit Auslagestempeln ausgerüstet. Für die Postgebühr allerdings war die Landesgrenze Verrechnungspunkt.

Folgende Ämter hatten in der vorphilatelistischen Zeit in Bayern Auslagestempel: Augsburg, Bamberg, Hof, München, Nürnberg, Regensburg und  Würzburg.

Die Erklärungen zu den Postauslagen wären unvollständig, würde man nicht auch den Postvorschuss erwähnen. Auch ihn gab es bereits in vorphilatelistischer Zeit.

Der Postvorschuss ist der Vorläufer der Nachnahme in umgekehrter Zahlungsfolge. Der Betrag wurde nicht erst nach erfolgter Einziehung beim Sendungsempfänger an den Absender überwiesen, sondern beim Postvorschuss erhielt der Absender bereits bei der Auflieferung der Sendung am Schalter den zu fordernden Betrag durch die Post ausbezahlt. Der fragliche Betrag wurde auf der Sendung als Postvorschuss vermerkt, angefallene Postgebühren dazugerechnet und der Gesamtbetrag beim Sendungsempfänger erhoben.

17. Franco/Porto-Vermerke

Hier handelt es sich um eine Stempelgruppe, deren Ursprung in zwischenstaatlichen Verträgen zu finden ist. Sie wurden, mit Ausnahme des Taxstempels, alle zur Kennzeichnung im grenzüberschreitenden Postverkehr verwendet. Die Stempel beziehen sich auf bereits geleistete, oder noch zu leistende Postgebühren.

P.P. bzw. P.D. besagen, dass der Auflieferer die Gebühren bis zum Bestimmungsort bezahlt hat. "Franco" bedeutet, fass die Gebühr vom Auflieferer in der Regel für ein Teilstrecke bezahlt worden ist. Der Endpunkt der bezahlten Strecke ist im Stempel benannt, oder handschriftlich aufgeführt. Das Wort "Porto" besagt das Gegenteil. Hier wird die Strecke genannt, für die noch zu bezahlen ist.

Die Bayerische Post hatte keine eigenen Franco- oder Portostempel. Entsprechend notwendige Vermerke wurden handschriftlich angebracht. Ausländische Postverwaltungen dagegen hatten solche Stempel, von denen sich einige auf Bayern, bzw. auf bayerische Postorte bezogen. Auch die Taxierungen wurden in Bayern handschriftlich angebracht. Stempel waren dafür nicht vorgesehen. Das änderte sich auch nicht, als der Postmeister von Au bei München eigene Taxstempel einführte. Es blieb dies eine private Maßnahme, auch wenn der Postmeister der Initiator war.

P.P.-Stempel (Port payé/Porto Bezahlt) mussten gemäß Postvertrag zwischen Frankreich und Thurn und Taxis vom 14.12.1801 verwendet werden. Nach Art. 24 war auf frankierten (bezahlten) Sendungen neben dem Stempel des Auflieferungsortes auch der Stempel P.P. anzubringen. Bei Übernahme der Post durch den Bayerischen Staat 1806/1808 wurde diese Regelung zunächst beibehalten.

Nach dem Postvertrag zwischen Bayern und Frankreich vom 1.1.1822 war der P.P.-Stempel für die Sendungen zu verwenden, die bis zum Bestimmungsort frei (bezahlt) waren. Für innerbayerische Sendungen war der Stempel nicht vorgesehen, wurde aber desöfteren - vor allem in der Pfalz - dafür verwendet.

Nach Weisung vom 21.6.1847 mussten die P.P.-Stempel am 1.7.1847 bei den zuständigen Bezirksämtern abgegeben werden.

18. Grenzübergangs- bzw. Postvertragsstempel

Die sogenannten Grenzübergangsstempel waren Hinweisstempel auf die Grenzausgangs- bzw. Grenzeingangspostämter. Sie kennzeichnen den Postweg und dienten vor allem der vertraglich festgelegten, wechselseitigen Verrechnung der Postgebühren. In der Regel wurden die Sendungen im Briefpaketschluss versandt, wobei die Auflieferungs- und die Übergabeämter nicht mit den Grenzpostämtern identisch sein mussten.

Die auf Bayern, einen bayerischen Regierungsbezirk, oder auf einen bayerischen Ort bezogenen Hinweisstempel fremder Herkunft sind zahlreicher, als die von der Bayerischen Post selbst eingeführten Grenzübergangs-stempel.

Grundlage der Grenzübergangs-stempel sind zwischenstaatliche Verträge. Vorrangig geht es dabei um wechselseitige Gewichtsfestlegungen und Verrechnungsvereinbarungen. Es sei daran erinnert das die Auslagenstempel, sowie die Porto- und Francostempel ebenfalls zum Teil zu den Stempeln des grenzüberschreitenden Postverkehrs gehören.
 
Postvertrag  Bayern-Frankreich vom 16.5.1821, gültig ab 1.1.1822

Der Postvertrag regelte den Briefwechselverkehr zwischen Frankreich und Bayern und umgekehrt. Dem Vertrag zu-grunde liegt die Kennzeichnung der Korrespondenz zwischen Bayern  und Frankreich mit dem Stempel C.B.R. (Correspondence Baviere Rayon). Nach dem "R." folgte eine Ziffer von 1 - 5, die den jeweiligen Rayon bezeichnete.

Die Rayonbezeichnungen sind vollkommen neu. Sie decken sich nicht mit den im Vertrag zwischen Frankreich und Taxis von 1801 festgelegten Rayongrenzen, die ohne Vertragsverlängerung stillschweigend bis 1822 beibehalten wurden. Nicht zuletzt war die im Vertrag vom 1.1.1822 festgelegte Rayon-Neueinteilung Ursache dafür, dass die alten Rayonstempel aptiert wurden, um eine Verwechslung mit der Neueinteilung vorzubeugen.

Aus dem Vertrag von 1801 hatte Bayern die Rayons 2, 3 und 4, aus der Einteilung ab 1822 die Rayons 1 bis 5. Genau wie nach dem Vertrag von 1801 wurden die Postorte den Rayons zugeordnet. Die Zuordnung beim Vertrag von 1822 erfolgte nach einer halbkreisförmigen Vermessung ab französischer Landesgrenze.

Der Stempel diente zur Verrechnung der Postgebühren. Nach einem französischen Kabinettsbefehl vom 22.8.1822 war die unfrankierte (gleichbedeutend mit nicht freigemacht) Korrespondenz der Orte im ersten bayerischen Rayon (C.B.R.1) mit 3 Decimes, die des zweiten Rayons (C.B.R.2) mit 5 Decimes, die des dritten Rayons (C.B.R.3) mit 7 Decimes, die des vierten Rayons (C.B.R.4) mit 9 Decimes und die des fünften Rayons (C.B.R.5) mit 10 Decimes bayerischen Postanteil zu taxieren.

Postvertrag Bayern-Österreich vom 1.10.1842

Der Vertrag enthält die Aufhebung des Frankierungszwanges und Anwendung eines gemeinschaftlichen Briefporto-Tarifs für die Korrespondenz aus Bayern in die K.K. Österreichischen Staaten und umgekehrt. Der Art. 9 des Vertrags behandelt die Kennzeichnung der Briefe im Wechselverkehr mit den Stempeln B.O.C. (Bayerisch-Österreichische Korrespondenz) für Bayern und O.B.C. (Österreichisch-Bayerische Korrespondenz) für Österreich. Der Stempel B.O.C. lag nicht bei jeder bayerischen Poststelle auf. Er war nur bei den Ämtern, die einen direkten Briefpaketschluss mit Österreich hatten. Sendungen, die noch keine B.O.C.-Kennzeichnung hatten, erhielten den Stempel bei einem Postamt mit Briefpaketschluss nach Österreich. Der Zweck der Kennzeichnung war die fraglichen Briefe nach den günstigeren Vertragsbedingungen zu berechnen.

 
         
 
 
 
 
 
 
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Reichshof Lustenau

Das schon 887 Königshof genannte Lustenau am Bodensee kam von König Arnulf an die Grafen von Linzgau, dann über die Grafen von Bregenz und die Grafen von Pfullendorf um 1180 an die Staufer sowie vor 1323 an die Grafen von Werdenberg und von diesen 1395 als Pfand, 1526 durch Kauf an die Ritter bzw. Grafen von Hohenems. 1767 zog Österreich Lustenau an sich, musste es aber 1789 an die mit einem Grafen von Harrach verheiratete Erbtochter des letzten Grafen herausgeben. 1806 kam Lustenau an Bayern, 1814 an Östereich.

Köbler, Historisches Lexikon der deutschen Länder S.316

 
Postorte im Landkreis Oberallgäu

Bühl b. Immenstadt

Eröffnet 1. 7. 1898 als Posthilfstelle Taxe Immenstadt, ab dem 10. 7. 1913 Postagentur im Sommer, im Winter weiter Posthilfstelle

Nr. 1

Nr. 2

Posthilfstelle
verwendet 1.7.1898 -
31.8.1912
Bewertung 25 €

Posthilfstelle "Winterstempel"
verwendet 10.7.1913 - 30.4.1919
Bewertung 25 €

Nr. 3

Stegstempel mit Schraffurschrift
oben und unten "Sommerstempel"
Typ Helbig 43a
verwendet 1913 - 1920
Bewertung 15 €

Burgberg Schwaben

Eröffnet am 1. 8. 1891 als Postablage, ab 1. 3. 1895 Postagentur

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

ohne Abbildung

ohne Abbildung

?
verwendet 1891-1895
Bewertung 35 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedere Grotesk
Monat in
 Buchstaben
mit Stunde und Jahr
verwendet 1895-1906
Bewertung 10 €

Zweikreiser
Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet 30.7.1906
Bewertung 100 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedere Grotesk
Monat in
 Buchstaben
mit Stunde und Jahr
verwendet 1907-1920
Bewertung 15 €

Diepolz

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Immenstadt 1898

Nr. 1

Nr. 2

Posthilfstelle
verwendet 1898 -
1905
Bewertung 20 €

Posthilfstelle
verwendet ?
Bewertung 20 €

Dietmansried

Expedition ab Juli 1851, später Postagentur III

Mühlradstempel

I.    415
II.     84
III.    -

 

 

auf Marke 65 €
auf Brief 190 €

auf Marke 20 €
auf Brief 90 €

 

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

Schwaben-Einkreisstempel
Typ Helbig 26a
verwendet vor 1876-1879
Bewertung vor 1876
auf Marke 25 €
auf Brief 60 €
Bewertung nach 1875
25 €

Schwaben-Einkreisstempel
Typ Helbig 26b
verwendet 1880-?
Bewertung 40 €

 Punktstempel
Typ Helbig 28c
hohe Grotesk
Monat in
Ziffern
einfache Stunde
und Jahr
verwendet 1884
Bewertung 25 €

Normstempel
Typ Helbig 25b
Monat in Buchstaben
mit Jahr
verwendet 1892-?
Bewertung 5 €

 
 

Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

Nr. 8

?

?

Einkreiser
Typ Helbig 21b
hohe Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1897-
Bewertung 0 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1906-
Bewertung 0 €

 

 

Nr. 9

Nr. 10

 

 

Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ?
Bewertung 40 €

Aushilfsstempel
Typ Helbig 3.2
verwendet 14.1. - 28.1.1901
12. 5.? / 24. 3.?
Bewertung 20 €  

 

Durach

Eröffnet als Expedition am 1. 12. 1895, später Postagentur

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

 

ohne Abbildung

 

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1895-1905
Bewertung 20 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk

"R-Fuß weit"
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1905-1920
Bewertung 20 €

 Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ?
Bewertung 40 €

 

Einödsbach

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Oberstdorf 1899

Nr. 1

Posthilfstelle
verwendet 1899 -
?
Bewertung 10 €

Eisenholz

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Weitnau am 1. 6. 1901, geschlossen am 1. 7. 1913

Nr. 1

 

 

Posthilfstelle
verwendet 1901 -
1913
Bewertung 25 €

 

Ermengerst

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Wiggensbach 1898, Postagentur ab 20. 6. 1910

Nr. 1

Nr. 2

 

 

Posthilfstelle
verwendet 1898 - 1910
Bewertung 35 €

Doppelkreisstempel
mit zwei Sternen
Typ Helbig 39a
verwendet 1910 - 1920
Bewertung 10 €  

 

Eschach

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Buchenberg am 1. 4. 1901

Nr. 1

 

 

Posthilfstelle
verwendet
1901 -
Bewertung 25 €

 

Fischen

Eröffnet als Postexpedition am 15. 6. 1860, später Postagentur

Mühlradstempel

I.        -
II.      -
III.  654

 

 

ohne Abbildung

 

 

 

auf Marke 25 €
auf Brief 125 €

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

Halbkreisstempel
Typ Helbig 12a
verwendet 1860 - 1882
Bewertung vor 1876
auf Marke 15 € - 35 €
auf Brief 15 € - 100 €
Bewertung nach 1875
20 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 21a
hohe Grotesk
doppelte Stunde
ohne Jahr
verwendet 1880
Bewertung 10 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 21b
hohe Grotesk
doppelte Stunde
mit Jahr
verwendet 1890 - 1891
Bewertung 5 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 21b
"S" eckig
hohe Grotesk
doppelte Stunde
mit Jahr
verwendet 1900 - 1905
Bewertung 5 €

Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

Nr. 8

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet 1919
Bewertung 0 €

Stegstempel ohne Schraffur
Typ Helbig 41
verwendet 1924
Bewertung 0 €

Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ?
Bewertung 40 €

Aushilfsstempel
Typ Helbig A3.2
verwendet
25. 9. - 28. 9. 1886
9. 3. - 16. 3. 1891
29.12. ?
Bewertung 15 €

   
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