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Die Post im Westallgäu

Seite 23

 
 
Burgruine Alt-Trauchburg

Grafschaft Trauchburg

Die Herrschaft Trauchburg nördlich von Isny kam zu Beginn des 13. Jahrhunderts von den Herren von Trauchburg, einer Nebenlinie der Freiherrn von Rettenberg, an die Grafen von Veringen, welche sie den Truchsessen von Waldburg zu Lehen gaben und 1306 zusammen mit Stadt und Kloster Isny verkauften. 1429 fiel die Herrschaft an die Jakobinische Linie Trauchburg der Truchsessen, 1722 an Waldburg-Zeil-Zeil aus der Georgischen Linie. Waldburg-Zeil-Trauchburg, über das die Grafschaft Trauchburg am Ende des 18. Jahrhunderts zum schwäbischen Reichskreis zählte, wurde 1806 von Württemberg mediatisiert. 1810 trat Württemberg den südöstlichenteil mit der Burg Trauchburg an Bayern ab.

 
Immenstadt um 1915

Reichsgrafschaft Rothenfels bzw. Rothenfels-Königsegg

Die um die Burg Rothenfels liegende Herrschaft Rothenfels war ursprünglich Teil der Grafschaft im Allgäu, welche Friedrich II. 1243 durch Kauf von den Grafen von Kirchberg erwarb. 1332 kam sie von den Herren von Schellenberg, welche sie als Reichslehen erlangt hatten, durch Verkauf an das Haus Montfort-Tettnang. 1471 erhob der Kaiser die Herrschaft zur Reichsgrafschaft. 1360 wurde das Herrschaftsgebiet um Immenstadt, 1440 um Staufen, 1785 um Werdenstein erweitert . 1565/67 erwarben die Herren von Königsegg in Oberschwaben durch Kauf die Grafschaft (Linie Königsegg-Rothenfels). Am Ende des 18. Jahrhunderts gehörten die Grafschaft und die Herrschaft Staufen, die zusammen 13 Quadratmeilen umfassten, zum schwäbischen Reichskreis und zum schwäbischen Reichsgrafenkollegium des Reichstags. 1804 vertauschten die 1629 zu Reichsgrafen aufgestiegenen Herren von Königsegg-Rothenfels gegen ungarische Krongüter an Österreich. 1805 fiel Rothenfels an Bayern.

Köbler, Historisches Lexikon der deutschen Länder S. 457

Reichsgrafschaft Königsegg

Nach Königsegg in Oberschwaben benannten sich die Herren von Königsegg, welche von welfisch-staufischen Dienstmannen (Herren von Fronhofen) abstammten. 1311 wandelten sie das Lehen an der Burg Königsegg in Eigen um. Zu ihren Stammgütern um Königsegg und Aulendorf (1381) erwarben sie 1360 Immenstadt, 1440 die 1451 allodifizierte Herrschaft Staufen und im Jahre 1565/67 die Grafschaft Rothenfels im Allgäu. 1470 wurden sie Freiherren und schlossen sich 1488 der Rittergesellschaft Sankt Jörgenschild, Teil im Hegau und am Bodensee, an. 1629 wurden sie Reichsgrafen, die Herrschaft Königsegg Reichsgrafschaft. Am Ende des 18. Jahrhunderts war das Haus der Grafen von Königsegg in zwei Linien geteilt, deren erste die alten Hausgüter (Aulendorf, Königsegg und Ebenweiler) und die Neuerwerbungen Hüttenreute, Hoßkirch und Grodt innehatte und sich zu Königsegg und Aulendorf nannte. Die zweite Linie erhielt Rothenfels und nannte sich danach Königsegg-Rothenfels. 1804 wurde Rothenfels an Österreich verkauft. Königsegg-Aulendorf hatte 3000 Einwohner. 1806 fiel Königsegg an Württemberg.

Köbler, Historisches Lexikon der deutschen Länder S. 274

 
Kgl. Bayer. Postbeamte 1893

Wie war das zu bayerischer Zeit mit dem Briefeverschicken?

Anders! Ganz anders! Im 19. Jahrhundert war alles ganz anders als wir es heute kennen. Heute kaufen wir eine Briefmarke, die der Portosstufe unseres Briefes entspricht, kleben diese auf den Brief und ab geht die Post nach Hamburg, Holland oder Haiti.

Aber damals in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts musste man unbedingt aufs Postamt. Es gab keine Briefmarken und es gab keine Briefkästen. Nehmen wir einmal an es wäre 1830, sie hätten einen Brief in die USA in der Hand und stehen in Lindau am Postschalter in der Schlange und warten bis sie an der Reihe sind. Da wäre es gut, wenn sie die Wartezeit nützen würden, sich schon einmal ein paar Gedanken zu machen, wie sie den Brief versenden wollen, franco oder porto, oder teilfranco. besteht ein Zwangsfranco? Schicke ich den Brief über Bremen/Hamburg oder über England oder über Frankreich. Welcher Weg ist der schnellste? Welcher der teuserte?

Je mehr Postgebiete ihr Brief durchläuft, desto teurer wird der Transport. Die ehemalige Einheit der taxischen Reichsposten war zerfallen und es waren Landesposten entstanden. Jedes Land suchte nun aus seiner Post den größtmöglichen finanziellen Vorteil zu ziehen.

Jedes Postgebiet verlangte die Bezahlung seiner geleisteten Arbeit!

Brief von Zürich nach Kempten 1831 (vergrößern und verkleinern mit Mausklick)

Bevor ich hier weiter erzähle, möchte ich erklären, was ich hier nicht machen will. Ich will hier nicht Achim Helbig Konkurrenz machen und einen Kurs im Sammeln von vorphilatelistischen Briefen abhalten. Sondern ich möchte ihnen einen Eindruck verschaffen, wie anders das Postwesen damals war, aber auch wie interessant das Sammeln solch alter Briefe sein kann.

Wer alles ganz genau wissen will, der muss sich die beiden Büchlein beschaffen, die Achim Helbig zur Vorphilatelie geschrieben hat. Sein erstes Buch (siehe unten) ist nur noch ab und zu bei Ebay antiquarisch zu erhalten.

 
 

Schauen wir uns oben den Brief aus dem Kanton Zürich nach Kempten etwas näher an. Dieser Brief ist unbezahlt verschickt worden. Würden wir das heute machen, müsste der Empfänger eine Nachgebühr bezahlen und die wäre höher als das eigentliche Briefporto. Damals war das unbezahlte Absenden von Briefen eher die Regel. Die komplizierten Postverhältnisse ließen oft eine vollständige Frankierung gar nicht zu. Die Gebührenzahlung vor 1850 war grundsätzlich anders als heute, deswegen dürfen wir unseren heutigen Begriff "Briefporto" niemals auf die Briefgebühr in jener Zeit anwenden. Wir würden eine babylonische Begriffsverwirrung erzeugen. Klären wir also erst einmal die Begriffe.

Taxe (Gebühr) bezeichnet jede Art von postalischem Entgelt.

Porto ist eine Gebühr, die vom Empfänger erhoben wird.

Franko ist eine Gebühr, die vom Absender bezahlt ist.

Teilfranko ist eine vom Absender bezahlte Frankogebühr, die nur einen Teil der Gesamtgebühr abdeckt. Der andere Teil wird als Portobetrag vom Empfänger erhoben.

Weiterfranko ist der Teilbetrag des Frankos, der an eine andere Postverwaltung vergütet wird.

Mit wenigen Ausnahmen (Österreich, England) schreiben alle europäischen Postverwaltungen ihre Portogebühren auf die Briefvorderseite und die Frankogebühren auf die Briefrückseite.

Frankobriefe müssen in der linken unteren Ecke einen Vermerk tragen, der auf die Frankierung hinweist, z.B. franco, fco., frei, fr., frey, franco tout usw. bei Portobriefen fehlt er.

Bei unserem Brief aus Zürich handelt es sich demnach um einen Portobrief. Aber was bedeuten die verschieden Zahlen?

Die Zahlen auf der Briefvorderseite sind Portozahlen. Da es sich um einen Brief aus dem Ausland - Kanton Zürich - handelt, finden wir zwei Gebührenansätze. Ihre Addition ergibt das Gesamtporto.

Bayern und einige Schweizer Kantone benutzten "Auslagestempel". Was sind das für Stempel?

Teilfranko:

Eine Teilfrankogebühr gibt es heute nicht mehr. In der Vormarkenzeit spielte sie aber eine große Rolle. Diese Rolle verlor das Teilfranko erst nach und nach in der Markenzeit.

Man spricht von Teilfranko, wenn ein Teil der Briefgebühr vom Absender vorausbezahlt = frankiert und ein anderer Teil dem Empfänger als Porto angelastet wurde.

Je nach Ursachen und Formen der Teilfrankierung unterscheidet man folgende Teilfranko-Begriffe:

Teilfranko im Inland

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Bayern noch keine flächendeckenden Posteinrichtungen. Ganze Regionen lagen abseits der Postrouten und mussten ohne Poststationen auskommen. Briefe in solche Regionen wurden bis zu einem nahe liegenden Postamt teilfrankiert. Dort wurde der Brief zur Abholung im Postamt "ausgehängt", d.h. auf einer Tafel wurde angeschrieben, dass ein Brief an Herrn Sowieso in Sowiesodorf eingegangen ist. Oft wurde der Brief auch einem privaten oder amtlichen Boten mitgegeben. Eine Gebühr für die Zustellung durch einen privaten Boten wurde auf dem Brief nicht als Portoanteil geschrieben, bei vom Postamt besoldeten Boten hingegen schon.

Zwingendes Teilfranko mit dem Ausland

Diese Form des Teilfranko hat seine Ursache in der Weigerung eines Postgebiets, mit anderen in gegenseitige Gebührenabrechnung zu treten. Man spricht hier von einem zwingenden Teilfranko oder Grenzfrankozwang.

Nahezu alle Postgebiete berechneten die Gebühren nach einer Kombination aus Gewicht und Entfernung, aber in der Praxis gab es eine Unzahl verschiedener Münz-, Maß- und Gewichtsnormen. Wegen dieser mangelnden Normierung waren manche Postgebiete zueinander nicht kompatibel. Das Absenderland konnte die Gesamtgebühr, die ausländischen Gebühren eingeschlossen, gar nicht errechnen. Der Ausweg bestand im Frankozwang bis zur Grenze oder zu einem vereinbarten Punkt. Denn nicht in allen Fällen sind die Briefe bis zur Grenze frankiert. Oft wurde eine dazwischenliegende Postanstalt benannt, die als Frankierungspunkt diente. Dafür kamen dann auch Stempel in vielerlei Formen und Farben zum Einsatz, z.B. Franco Graenze oder Franco Füssen.

Österreich gehörte bis 1842 zu den Ländern, die den Grenzfrankozwang forderten. Die österreichischen Postgebühren wurden nämlich lange Zeit nach der Anzahl der durchlaufenen Poststationen berechnet. Wurde auf einer Strecke eine neue Poststation errichtet, erhöhte sich die Gebühr. Durch rechtzeitige Information der ausländischen Postanstalten hätte man das vielleicht noch in den Griff bekommen. aber die Briefe wurden häufig nicht auf der geraden Route geführt, sondern auf solchen Wegen, die ja nach Witterung, Straßenzustand und anderen Gesichtspunkten eine schnellere Beförderung gewährleisteten. Oft war eine solche schnellere Beförderung noch mit lokalen Zuschlägen belastet. Damit war dem Absenderland jede Chance zu einer korrekten Frankierung genommen.


Fortsetzung am linken Rand!

 
Thurn und Taxis
Postbeamte 1847
         
 
 
 
 
 
 
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Freigestelltes Teilfranko mit dem Ausland

In einigen Postverträgen wurde die Teilfrankierung zusätzlich zur Porto- und Frankoversendung gestattet. Während ein zwingendes Teilfranko der Norm entspricht, denn es ging gar nicht anders, ist eine freiwillige Teilfrankierung eher die Ausnahme.

Manchmal wird der Begriff Teilfranko fälschlicherweise auf unterfrankierte Briefe angewandt. der Begriff "unterfrankiert" ist erst sinnvoll in einer Zeit in der das Teilfranko abgeschafft ist. Das Teilfranko entspricht den Vorschriften, eine Unterfrankierung, auch wenn sie in der Vormarkenzeit durch ein Versehen des Postbeamten vorkommen mag, ist regelwidrig.

Das Teilfranko in der Markenzeit

Bis weit in die Markenzeit hinein gab es im Verkehr mit einzelnen Postgebieten noch die Möglichkeit des Teilfranko, z.B. wurde das Teilfranko nach Spanien und Portugal erst 1864 abgeschafft. Der Unterschied zur Vormarkenzeit besteht darin, dass die Aufzeichnung von Frankobeträgen auf der Briefrückseite durch eine Frankomarke auf der Vorderseite ersetzt ist. Als Beispiel für ein zwingendes Teilfranko aus der Markenzeit sei der Brief unten angeführt.

 
Bergzabern via Frankreich nach USA 6.1.1853

Im Postvertrag zwischen Bayern und Frankreich von 1847 wurde vereinbart, dass Briefe, die zur Beförderung mit französischen Handelsschiffen nach USA aufgegeben wurden, bis zum Landungshafen frankiert werden. Solche Briefe sind also Teilfrankobriefe. In den USA wurde das Porto durch die Stempelinschrift "/cts" ausgedrückt, also nicht, wie in Europa üblich, handschriftlich vermerkt.

Weiterfranko

Zum Schluss sei noch kurz das Weiterfranko besprochen.

Das Weiterfranko ist ein Gebührenanteil, der einer fremden Postanstalt zusteht.

Jedes Postgebiet verlangte die Bezahlung seiner geleisteten Arbeit. bei Frankobriefen hat der Absender bereits die fremde Gebühr mitbezahlt und muss folglich als "Weiterfranko" an das fremde Postgebiet abgetreten werden. Dies sei zunächst einmal an einem Weiterfranko-Brief aus der Markenzeit erklärt.

 
 

Der Absender hat in Tölz den Brief mit 12 Kreuzern frankiert, das sind 9 Kr. bayerisches Franko und 3 Kr. schweizer Franko. Das schweizer Weiterfranko ist unten links neben dem Frankovermerk angeschrieben. Dieser Betrag wird zusätzlich in ein Abrechnungsformular eingetragen, das an das schweizer Grenzpostamt geht. Nach jedem Quartal wird zwischen den beiden Postverwaltungen abgerechnet.

Hier noch die Interpretation des Weiterfranko-Briefes, der auf der Titelseite von Achim Helbigs Vorphilabuch Bd. 1 abgebildet ist. Ich zitiere hier Achim Helbig.

 
 

"Im Frankobaum ganz unten steht die Gebühr des Absenderlandes Württemberg, in der Mitte der Wert des Transitlandes Bayern, oben die letzte Angabe für das Empfängerland Preußen. Das Transitland ist aus den Postverträgen zu entnehmen. Die "6" vorne muss das Weiterfranko für Preußen bezeichnen und steht in Silbergroschen. Sie entspricht den 23 Kreuzern hinten. Da Württemberg zum Gebiet der süddeutschen Kreuzerwährung gehörte, müssen alle Berechnungen des Frankobaumes in dieser Währung angegeben sein. Das Transitgeld von 10 Kr. für Bayern wurde nicht in Sgr. umgerechnet, weil Württemberg direkt mit Bayern in rhein. Kreuzern abrechnete. Die Durchstreichung der Frankobeträge durch die "blaue Hand" ist erfolgt, weil die preußische Gebühr nur 21 Kr. kostete, die den 6 Sgr. vorne entsprechen. Der Absender hat also 2 Kr. zuviel bezahlt"

 
Postorte im Landkreis Oberallgäu

Hellengerst

Eröffnet am 15. 10. 1909 als Postagentur

Nr. 1

Nr. 2

 

 

 

 

Doppelkreisstempel
mit zwei Sternen
Typ Helbig 39a
verwendet 1909 - 1919
Bewertung 5 €

Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ? 1919
Bewertung 35 €

 

 

Hettisried

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Muthmannshofen 1898

Nr. 1

 

 

Posthilfstelle
verwendet 1898 - 1913
Bewertung 30 €

 

Hindelang

Eröffnet als Postexpedition am 10. 11. 1853

Mühlradstempel

I.    552
II.   204
III.    -

 

 

auf Marke 35 €
auf Brief 160 €

auf Marke 20 €
auf Brief 50 €

 

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

ohne Abbildung

Halbkreisstempel
Antiqua
höhere Form
Typ 11b
verwendet 1853 - 1875
Bewertung
auf Marke 10 € - 25 €
auf Brief 15 € - 60 €

Halbkreisstempel
Grotesk
Normalschrift
Typ 12a
verwendet 1870 - 1875
Bewertung
auf Marke 10 €
auf Brief 20 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 21a
hohe Grotesk
doppelte Stunde
ohne Jahr
verwendet 1876 - 1882
Bewertung 0 €

Normstempel
Typ Helbig 25b
hohe Grotesk
Monat in Buchstaben
mit Jalr
verwendet 1884 - 1890
Bewertung 0 €

Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

Nr. 8

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1899
Bewertung 0 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1907 -
Bewertung 0 €

Doppelkreisstempel
Typ Helbig 37c
mit Buchstrabe und Ziffer
verwendet 1904 - 1905
Bewertung 5 €

Doppelkreisstempel
Typ Helbig 37c
"b" grotesk
mit Buchstrabe und Ziffer
verwendet 1905 - 1920
Bewertung 0 €

Nr. 9

Nr. 10

 

ohne Abbildung

 

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk
Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet ?
Bewertung 0 €

Aushilfsstempel
Typ Helbig A3.2
verwendet 5. 8. -26. 8. 1888 / 2. 9. ?
20. 5. 1889 / 26. 8. 1890
3. 12. - 19. 12. 1884
Bewertung 10 €

 

Hinterstein

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Hindelang 1899, ca. 1901 Posthilfstelle Taxe Bad Oberdorf, ab 1. 7. 1914 Postagentur

Nr. 1

Nr. 2

Posthilfstelle
verwendet 1899 - 1901
Bewertung 35 €

Posthilfstelle
verwendet 1901 - 1914
Bewertung 25 €

Nr. 3

 

 

 

 

 

 

Stegstempel
mit Schraffur
* * *
verwendet 1914 - 1920
Bewertung 5 €

 

 

 

Hirschdorf

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Kempten 1898, ab 1. 4. 1906 Posthilfstelle Taxe Heiligkreuz

Nr. 1

Nr. 2

Posthilfstelle
verwendet 1898 - 1906
Bewertung 15 €

Posthilfstelle
verwendet 1906 - 1920
Bewertung 15 €

Immenstadt

Eröffnet als vorderösterreichische Postanstalt zwischen 1771 und 1777 vermutlich infolge der Auseinandersetzung mit der Reichspost der Thurn und Taxis zu dieser Zeit. Da zu gleicher Zeit in Weiler im Allgäu ebenfalls eine vorderösterreichische Postanstalt eröffnet wurde, sollte wohl ein Kurs Kempten-Immenstadt-Weiler-Bregenz der Reichspost Konkurrenz machen. Es kann sich wegen der damaligen Straßenverhältnisse nur um einen Postritt gehandelt haben.

Vom 1. April 1777 an werden die vorderösterreichischen Posten um jährlich 15 000 fl an den Fürsten von Thurn und Taxis verpachtet. Immenstadt ist also vorderösterreichische Pachtanstalt und gehört keineswegs zur Reichspost. Der Offizial Burk (siehe Seite 8) ließ die Postanstalt Weiler 1778 schließen. Immenstadt blieb als vorderösterreichische Pachtanstalt bestehen.

Mit dem Zerfall des Reiches erledigte sich das kaiserliche Postregal; es ging auf die souverän gewordenen Staaten über. Bayern übertrug dem Fürsten von Thurn und Taxis die vormaligen Reichsposten in seinem Gebiet als Lehen auf 10 Jahre (am 11. Februar 1806). Wir hatten also im westlichen Allgäu und am Bodensee nun Taxische Lehensposten. Nach der kurfürstlichen Weisung vom 20. Dezember 1805 waren sämtliche Postbeamte innerhalb der bayerischen Landesgrenzen in kurfürstliche Pflichten zu nehmen und an Stelle der Reichsinsignien an den Posthäusern und Postwagen die bayerischen Wappen anzubringen. Das Postpersonal musste die schwarz-gelbe Uniform mit den bayerisch blauen Röcken vertauschen.

In den ehemals vorderösterreichischen Teilen des Allgäus gestalteten sich die postrechtlichen Verhältnisse folgendermaßen: Die bayerische Regierung erklärte die vorderösterreichischen Posten vom 15. April 1806 ab für aufgehoben und das Pachtverhältnis des Fürsten von Thurn und Taxis für beendet. Die ehemals vorderösterreichischen Posten wurden aber dem Fürsten nicht als Lehen übertragen, sondern als Kgl. Bayerische Posten auf Kosten des bayerischen Ärars betrieben. Ab dem 15. April 1806 war Immenstadt demnach bayerische Postanstalt. Im Posthandbuch von 1810 ist die Postexpedition/Posthalterei Immenstadt unbesetzt. Aber irgendjemand muss den Dienst versehen haben wie der Brief unten beweist. Es liegt nahe zu vermuten, dass der spätere erste bayerische Postexpeditor Jakob Welz schon für die Thurn und Taxis in der vorderösterreichischen Pachtanstalt Immenstadt gearbeitet hatte. Waren meistens Wirte mit gtoßen Gasthäusern Postmeister/Posthalter. Hierzu gehörte es auch einen Poststall zu unterhalten. Wie viele reiche Wirte hat es damals in Immenstadt gegeben? Sie sehen, hier liegt noch Forschungsbedarf.

L1 "Immenstadt" auf kleinem Brief vom 17. April 1789. Sehr seltener bayerischer Vorphilastempel auf Brief an Herrn Nicola zum Stein (Zumstein) St. Vincent in Stifft Kempten. Links unten zweizeiliger Zusatz: "Logirt im Land Haus". Im Feuser ist der Stempel ab 1790 notiert. Möglicherweise der früheste bekannte Beleg mit dem Stempel.

Erster Postexpeditor, der im Vertragsverhältnis mit der Königl. Bayer. Post steht, ist der Wirt Jakob Welz. Nach Hinterlegung einer Kaution von 500 fl (Gulden) wird er am 21. 5. 1810 zum kgl. Postexpeditor berufen. Die Postexpedition und der Poststall waren im Gasthaus zum "Goldenen Kreuz" (Bahnhofstr. 13 - 15) untergebracht, das deshalb später den Namen zur "Post" erhielt. Den Postdienst versah ein Postschreiber. Der Postexpeditor hatte vierteljährlich das Briefporto mit dem Oberpostamt in Augsburg zu verrechnen. Davon erhielt Postexpeditor Jakob Welz die Hälfte des Portoanteils bei der reitenden und ein Zehntel bei der fahrenden Post als Entschädigung für seine Dienste.

Nachfolger des Jakob Welz (* 06.02.1758, + 29.07.1835) war sein Sohn Johann Nepomuk Welz (*16.05.1796, + 06.02.1856), der allerdings schon seit dem 20.11.1826 neben seinem Vater Postexpeditor und Poststallhalter war. Nach seinem Tode bewarb sich die Witwe Therese Welz geb. Rist (* Pfronten-Ried 25.12.1813, + 03.01.1891) um Postexpedition und Poststall. Doch den Zuschlag bekam der Bahnexpeditor Franz Xaver Wiedemann (* 11.08.1819). Die Witwe Welz, welche die Postexpedition noch einige Monate geleitet hatte, trat mit dem 1.1.1857 in den Ruhestand.

Wenn Sie mehr über die Postkurse von und nach Immenstadt lesen wollen, dann lesen die Seiten 9 und 10.

Nr. 1

Nr. 2

Einzeiler
Typ Winkler 2b
verwendet 1790
Bewertung 800 €

"adliger" Stempel
Typ Winkler 1
verwendet 1794
Bewertung 800 €

Nr. 3

Nr. 4

"adliger" Stempel
Typ Winkler 1
verwendet 1800
Bewertung 800 €

Rayonstempel
Typ Winkler 3b
verwendet 1805
Bewertung 50 €

 
 
Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

ohne Abbildung

gekürzter Rayonstempel
Typ Winkler 5b
verwendet 1822
Bewertung 25 €

Fingerhutstempel
Typ Winkler 9
verwendet 1834 - 1862/63
Bewertung schw. 20 €
blau 40 €
Markenzeit Brief 250 €


 
 

Mühlradstempel

I.    143
II.   224
III.    -

 

 

auf Marke 8 €
auf Brief 25 €

auf Marke 4 €
auf Brief 8 €

 

Nr. 7

Nr. 8

Nr. 9

ohne Abbildung

ohne Abbildung

Halbkreisstempel
Typ Winkler 11b
Antiqua
ohne Stundenangabe
höhere jüngere Form
verwendet 1850 - 1866
Bewertung
auf Marke 10 €
auf Brief 25 €

Halbkreisstempel
Typ Winkler 12a Grotesk N
Normalschrift
verwendet 1862 - 1875
Bewertung
auf Marke 5 €
auf Brief 10 €

Kastenstempel
Typ Winkler 15
verwendet 1862 - 1875
Bewertung
auf Marke 5 €
auf Brief 10 €

 
 

Nr. 10

Nr. 11

Nr. 12

Nr. 13

Einkreisstempel
Typ Helbig 21a
hohe Grotesk
doppelte Stunde
ohne Jahr
verwendet 1870 - 1880
Bewertung 5 €
(nur Kreuzerzeit,
sonst 0 €)

Einkreisstempel
Typ Helbig 19a
Grotesk
Stunde einfach
ohne Jahr
verwendet 1876 - 1879
Bewertung 0 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 21a
verwendet ?
Bewertung 0 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 21b
hohe Grotesk
doppelte Stunde
mit Jahr
verwendet 1884 - 1886
Bewertung 0 €

Nr. 14

Nr. 15

Nr. 16

Nr. 17

?

Einkreisstempel
Typ Helbig 21b
sehr hohe Grotesk
doppelte Stunde
mit Jahr
verwendet 1889 - 1891
Bewertung 0 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 19b
(Scan etwas verzerrt)
Grotesk
Stunde einfach
mit Jahr
verwendet 1890
Bewertung5 €

Helbig schreibt: Ein angeblich existierender Punktstempel vom Typ 28 konnte bislang nicht eindeutig festgestellt werden.

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet 1898
Bewertung 0 €

Nr. 18

Nr. 19

Nr. 20

Nr. 21

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk

Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1903
Bewertung 0 €

Doppelkreisstempel
Typ Helbig 37a
zwei Sterne
verwendet 1902 - 1920
Bewertung 0 €

Helbig schreibt: Abstempelungen auf späten Ludwigmarken mit Typ 37a sind mit Vorsicht zu betrachten!

Einkreiser
Typ Helbig 30b
(Scan etwas verzerrt)
niedrige Grotesk

Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1904 - 1906
Bewertung 0 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
"Schriftband enger"
niedrige Grotesk

Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1907 - 1910
Bewertung 0 €

Nr. 22

Nr. 23

Nr. 24

Nr. 25

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk

Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1912 - 1914
Bewertung 0 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
niedrige Grotesk

Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1915 - 1917
Bewertung 0 €

Einkreiser
Typ Helbig 30b
"breites D"
niedrige Grotesk

Monat in
 Buchstaben
Doppelstunde
 mit Jahr
verwendet 1918 - 1920
Bewertung 0 €

Aushilfsstempel
Typ Helbig A 3.2
verwendet 13.12.? - 15.12.?
Bewertung 25 €

Nr. 26

Nr. 27

ohne Abbildung

Aushilfsstempel
Typ Helbig A 5.1
verwendet 8.7.1893
Bewertung 35 €

Kastenstempel
Sonderform
verwendet 1915
Bewertung 15

Helbig schreibt: Stempelfarben
Blau und Rot, Rot dubios.

 
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