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Die Post im Westallgäu

Seite 24

 
 

Ausschnitt aus dem
Stadtplan von 1570
" 2 Brugkher thor
18 Die Metzg"

Fürststift Kempten

Kempten an der Iller wird erstmals als spätkeltische SiedlungCambodunum von Strabo erwähnt. 15 v. Chr. wurde es von den Römern erobert, die dort eine Siedlung mit Markt, Tempeln und Thermen errichteten, die ihrerseits im 3. Jahrhundert von den Alemannen zerstört wurde. 752 gründete vielleicht das Kloster St. Gallen in Kempten ein Benediktinerkloster, das karolingisches Eigenkloster wurde. 1062 bestätigte Heinrich IV. seine durch mehrfache Vergabungen (vor 963 Augsburg, 1026 Schwaben, 1065 Rheinfelden) bedrohte Reichsunmittelbarkeit. 1360 wurde es von Katl IV. zum Fürststift erhoben, das 1419 exemt wurde.

[ d.h. das Kloster erwarb kirchenrechtliche Selbstständigkeit gegenüber regionalen kirchlichen Amtsträgern, d.h. es war nur dem Papst unterstellt]

Sein Herrschaftsgebiet entwickelte sich aus einer dem Kloster durch Karl den Großen im 9. Jahrhundert verliehenen Immunität, welche zwischen 1062 und 1213 zur Grafschaft erhoben wurde. 1213 gingen durch Verleihung Friedrichs II. die zuletzt von den Staufern ausgeübten Grafen- und Vogteirechte an den Abt über.

Weitere Käufe rundeten im 17. und 18. Jahrhundert das Gebiet ab. Bis 1803 war dann das Fürststift nach dem Hochstift Augsburg das größte geistliche Herrschaftsgebiet in Ostschwaben. Es gehörten zum Stiftdie sogenannte Stiftstadt, neben der reichsstadt Kempten, die Marktflecken Buchenberg, Sankt Martinszell, Thingau, Schloß und Pflegamt Sulzberg und zum Falken, die Herrschaften Wagegg, Westerried, Günzenburg, Rotenstein, Calde, Grönenbach, Teißelberg - Hetzlingshofen - Erbishofen, Hohentann, Kemnath, der Markt Dietmannsried und der Flecken Legau. Wegen Lauterach und Langenegg zählte der Abt zum Kanton Allgäu-Bodensee des Ritterkreises Schwaben. 1803 fiel das Stift mit 16 Quadratmeilen Gebiet und 55 000 Einwohnern an Bayern.

Köbler, Historisches Lexikon der deutschen Länder S.264

 

Ausschnitt aus dem
Stadtplan von 1570
" 21 Rathauß
20 Wagstadl
14 Schießgrab"

Reichsstadt Kempten

Kempten an der Iller wird erstmals als spätkeltische SiedlungCambodunum von Strabo erwähnt. 15 v. Chr. wurde es von den Römern erobert, die dort eine Siedlung mit Markt, Tempeln und Thermen errichteten, die ihrerseits im 3. Jahrhundert von den Alemannen zerstört wurde. 752 gründete vielleicht das Kloster St. Gallen in Kempten ein Benediktinerkloster, das karolingisches Eigenkloster und 1360 Fürststift wurde.

Die bei ihm angelegte Siedlung erhielt 1289 Reichsfreiheit. 1340 hatte sie das Stadtrecht Ulms. Um 1525 kaufte sie sich nach jahrhundertelangem Streit mit dem Fürststift ganz von ihm frei und wurde protestantisch. Sie zählte zum schwäbischen Reichskreis. 1803 kam sie mit 0,8 Quadratmeilen Gebiet und 4000 Einwohnern an Bayern.

Köbler, Historisches Lexikon der deutschen Länder S.264

 

Ausschnitt aus dem
Stadtplan von 157019
"19 St. Mange kirch
16 Stattmili
6 Newestatt thor"

Ritterkreis Schwaben

Der 1541-5 entstandene, 1560 mit einer Verfassung versehene Ritterkreis Schwaben war wie der Ritterkreis Franken und der Ritterkreis Rhein eine Untergliederung der Reichsritterschaft. Er setzte sich seit 1748 aus den Kantonen Donau (Ehingen), Hegau - Bodensee - Allgäu (Radolfzell), Neckar (Tübingen), Kocher (Esslingen) und Kraichgau (Heilbronn, Wangen) zusammen. Um 1790 umfasste der in Ehingen sitzende Ritterkreis etwa 670 Herrschaftsgebiete mit 160000 Einwohnern und etwa 140 Ritterfamilien.

1805/6 löste er sich auf. Art. 25 der Theinbundakte setzte formell die Eingliederung der ritterschaftlichen Gebiete in die umgebenden Territorien fest.

Köbler, Historisches Lexikon der deutschen Länder S.504

 
 
 
         
 
 
 
 
 
 
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Postorte im Landkreis Oberallgäu
 
 

Kempten

Ca. 1619 existiert in Kempten ein vorderösterreichisches Postamt, da der Postkurs von Innsbruck nach Schaffhausen über Kempten führt. Nach der Schlacht bei Rheinfelden 1638 wurde dieser Kurs über den Arlbergpass nach Bregenz geführt (siehe Seite 7). Das vorderösterreichische Postamt aber blieb bestehen.

1742 bekam Kempten ein Reichspostamt. Das wirkte wie eine Kampfansage an die Vorderösterreichische Post. Nun bestanden in Kempten zwei Postämter nebeneinander. Bekanntlich wurden die Auseinandersetzungen zwischen der Vorderösterreichischen Post und dem Haus Thurn und Taxis im Pachtvertrag von 1777 gelöst.

Stadtplan von Kempten 1570

Vergrößern mit Mausklick, dann auf die rechte untere Ecke des immer noch verkleinerten Bildes klicken um das Bild auf volle Größe zu bringen!

 

Kurz nach dem 1. 4. 1777 wurden das vorderösterreichischen Postamt mit dem Reichspostamt zusammengelegt.

Mit dem Zerfall des Reiches erledigte sich das kaiserliche Postregal; es ging auf die souverän gewordenen Staaten über. Bayern übertrug dem Fürsten von Thurn und Taxis die vormaligen Reichsposten in seinem Gebiet als Lehen auf 10 Jahre (am 11. Februar 1806). Das Reichspostamt Kempten wurde demnach ein bayerisch-taxisches Lehenspostamt.

In den ehemals vorderösterreichischen Teilen des Allgäus gestalteten sich die postrechtlichen Verhältnisse folgendermaßen: Die bayerische Regierung erklärte die vorderösterreichischen Posten vom 15. April 1806 ab für aufgehoben und das Pachtverhältnis des Fürsten von Thurn und Taxis für beendet. Die ehemals vorderösterreichischen Posten wurden aber dem Fürsten nicht als Lehen übertragen, sondern als Kgl. Bayerische Posten auf Kosten des bayerischen Ärars betrieben. Es sei hier der Postkurs Feldkirch - Kempten ausdrücklich erwähnt.

Die vorphilatelistischen Stempel von Kempten sind höchstwahrscheinlich dem Reichspostamt zuzuordnen. Leider weiß ich so gut wie gar nichts über den Postbetrieb der vorderösterreichischen Pachtanstalten der Taxis. Auch hier suche ich Hilfe.

Zu erwähnen bleibt noch, dass im Posthandbuch von 1810 Franz Xaver Kolb als Postverwalter genannt wird.

Nr. 1

Nr. 1

"adliger" Stempel
Typ Winkler 1
verwendet 1760 und ?
Bewertung 400 €

"adliger" Stempel
Typ Winkler 1
verwendet 1790 und ?
Bewertung 1000 €

Nr. 3

Nr. 4

einzeiliger Rayonstempel
Typ Winkler 3a
verwendet 1802 und ?
Bewertung schwarz 20 €, rot 50 €

zweizeiliger Rayonstempel
Typ Winkler 4
verwendet 1810, 1813 und ?
Bewertung 10 €

Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

Einzeiler
Typ Winkler 7
verwendet 1822 und ?
Bewertung 10 €

Fingerhutstempel
Typ Winkler 9
verwendet 1833 und ?
Bewertung
schwarz 20 €
rot 30 €

Halbkreisstempel
Typ Winkler 11a
Antiqua
ohne Stundenangabe
niedrige Form
verwendet 1840 - ca. 1856
Bewertung Vorphila
schwarz 5 €, blau 100 €
Markenzeit
5 - 10 €

 

Mühlradstempel

I.    155
II.   240
III.  240

 

auf Marke 3 €
auf Brief 5 €

auf Marke 8 €
auf Brief 15 €

auf Marke 3 €
auf Brief 5 €

 
 

Nr. 8

Nr. 9

Nr. 10

Nr. 11

ohne Abbildung

ohne Abbildung

Halbkreisstempel
Typ Winkler 11b
Antiqua
ohne Stundenangabe
höhere Form
verwendet 1850 - ca. 1856
Bewertung 5 €

Halbkreisstempel
Typ Winkler 14
Grotesk
mit Stunde
(Typen)
verwendet 1850 - 1875
Bewertung 5 €

Einzeiler
Typ Winkler 7
verwendet 1850 -1870
Bewertung
auf Marke 100 €
auf Brief 200 €

Zweizeiler
Typ Winkler 8a
ohne Stunde
verwendet 1867 - 1875
Bewertung
auf Marke 3 €
auf Brief 5 €

 
 

Nr. 12

Nr. 13

Nr. 14

Nr. 15

ohne Abbildung

ohne Abbildung

Zweizeiler
Typ Winkler 8b
mit Stunde
vereendet 1862 - 1875
Bewertung
auf Marke 3-10 €
auf Brief 5-25 €

Fingerhutstempel
Typ Winkler 16
Grotesk
bisher nur als Ankunftsstempel bekannt
Bewertung 130 €

kleiner Einkreisstempel
Typ Winkler 17
Grotesk
blau
verwendet 1870 - 1875
Bewertung Lp

kleiner Einkreisstempel
Typ Winkler 18a
Grotesk
mit Verzierung
normale Rauten
verwendet 1862 - 1875
Bewertung
auf Marke 5 €
auf Brief 10 €

Nr. 16

Nr. 17

Nr. 18

Nr. 19

ohne Abbildung

kleiner Einkreisstempel
Typ Winkler 18a
Grotesk
mit Verzierung
gezackte Rauten
verwendet 1870 - 1875
Bewertung
auf Marke 5 €
auf Brief 10 €

Einkreistempel
Typ Helbig 21a
Grotesk
doppelte Stunde
ohne Jahr
verwendet 1870 - 1877
Bewertung 0 €

Einkreistempel
Typ Helbig 21b
hohe Grotesk
doppelte Stunde
mit Jahr
verwendet 1870 - 1877
Bewertung 0 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 22
Antiqua
verwendet 1870?-1876
Bewertung 0 €

Nr. 20

Nr. 21

Nr. 22

Nr. 23

ohne Abbildung

K 3

Halbkreisstempel
der Güterexpedition
verwendet 1870 - 1875
Bewertung
auf Marke 200 €
auf Brief
(auf Marke) 1000 €
als Mebenstempel 150 €

Landbriefträger-Stempel, wo es ein K3 gibt muss es auch ein K1 und K2 geben, eine Zuordnung ist noch nicht möglich

Einkreistempel
Typ Helbig 19a
Grotesk
Monat in Ziffer
Stunde einfach
ohne Jahr
verwendet 1877 -
Bewertung 5 €

Einkreistempel
Typ Helbig 19a
Grotesk
Monat in Ziffer
Stunde einfach
ohne Jahr
verwendet 1878 -
Bewertung 0 €

Nr. 24

Nr. 25

Nr. 26

Nr. 27

ohne Abbildung

Einkreistempel
Typ Helbig 19a
Grotesk
Monat in Ziffer
Stunde einfach
ohne Jahr
verwendet 1879 -
Bewertung 0 €

Einkreistempel
Typ Helbig 19S
Grotesk
Monat in Ziffer
doppelte Stunde
ohne Jahr
verwendet 1880 -
Bewertung 10 €
vermutlich Fahrpost

Punktstempel
Typ Helbig 28c
Monat in Ziffer
einfache Stunde
verwendet 1884 - 1885
Bewertung 10 €

Einkreistempel
Typ Helbig 19b
verwendet 1884
Bewertung 0 €

Nr. 28

Nr. 29

Nr. 30

Nr. 31

Einkreistempel
Typ Helbig 21b
hohe Grotesk
doppelte Stunde
mit Jahr
verwendet 1885
Bewertung 0 €

Normstempel
Typ Helbig 25b
Monat in Buchstaben
mit Jahr
verwendet 1886
Bewertung 0 €

Einkreistempel
Typ Helbig 21b
hohe Grotesk
doppelte Stunde
mit Jahr
verwendet 1889
Bewertung 0 €

Normstempel
Typ Helbig 25b
Monat in Buchstaben
mit Jahr
verwendet 1887 - 1893
Bewertung 0 €

 
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