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Die Post im Westallgäu

Seite 29

 
 
Oythal

Fortsetzung von Seite 27

Beschreibung der Herrschaften Bregenz und Hohenegg ca. 1740

Folgt nun der alte Thaill.

Das gericht Hoffstaig

hat drey Pfarreyen, benantlich Wohlfurt, Hart und Lautterach, welche alle drey von der alten Pfarrey zue Bregenz separiert worden, dargegen aber noch schuldig, und verbundten seindt, zur Underhaltung der Pfarrey zue Bregenz, der grossen gloggen allda, und der Pfarrkirchen, auf bedärfunsfahl, und da es auff eine Umbgießung der Gloggen, oder neue erbaung den Kirchen ankommen solte, nach proportion beyzuetragen, und in der Mehrerau, neben genuß des Zehenden zueverleihen.

In dißem gericht befindet sich auch die gnadenreiche Wahlstarth zue Maria Bildstain, woselbsten vier poenitentiaro, und Vermög Vertrags de dato 12. Juny 1691 das erste und dritte beneficium der gnädigste ordinarius, das anderte und vierte aber der allergnädigste Landsfürst zue Conferieren hat, yber diße Kirchfahrt, und dero beneficien, auch reditus hat nebst einem bischöflichen Constanzischen delegato, das directorium, und Oberambt, die administration auf sich; Zur erhaltung dißer Wahlstarth, hat das gräfliche hauß von Starrenberg bey denen Vorarlbergischen hochlöblichen Ständten, nemblich bey der unteren Cassa 10 000 und bey der oberen Cassa 1000 fl. also 11000 fl.

Das gericht Lingenau

besteht in zwey Pfarreyen, benantlich Lingenau, und Hitisau, die erstere hat das löbliche gottshauß in der Mehrerau, die anderte aber ein jeweiliger Pfarrer ahn der Egg zue Conferieren, bey beeden aber hat das Jus decimandi der jeweilige daselbstige pfarrer. Es hat auch ein Probst, oder pfarrer zue Lingenau, dißes onus auf sich, das derselbe bey denen alle 3 Jahr vornehmende gerichtsbesazungen, das Oberambt, sambt bedienten, und Pferde gratis underhalten, auch die von dem gericht Lingenau jährlich abzuehalten, berechtigte drey Ehehafft gerichteter Suis Sumtibus außhalten mueß, der nahmen Probst, würdet von denen Pfarrkindern, und anderen abusive gebraucht, weillen außmahlen ein resignierter Abbt aus dem gottshauß Mehrerau ad tempus, under zuelegung des nahmen Probst, alda die parochiam solle Inngehabt haben.

Das gericht Alberschwendi

besteht in einer ainzigen pfarrey Alberschwendi genant, yber welche das dickernante löbliche gottshauß in der Mehrerau das Jus patronatus, et decimandi hat, dißes ist ein kleines gericht, und warr vor demme dißes und das Vorstehende gericht Lingenau ein gericht.

Das gericht Tamberg

ligt in dem größten und wildigsten gebürg, nichts desto weniger stehen die alldaßige Underthanen zimblich wohl, weillen sye aus ihren schönen alpen, und Viech Zügel zimblich nutzen ziehen können, haben allerdings drey Viertel Jahre Winther, allso das sye sich schon Fruehezeitig in dem Herbst auf den ganzen Winther mit victualien versehen mueßen, dißes gericht hat vier pfarreyen, benantlich Tamberg, am Lech in der Warth, in dem Krumbach und in dem Schreckhen, Item zwey andere beneficia Curata, nemblich Im Zug nahend dem Uhrsprung des Flußes Lechs, und auff dem Bürsteg, alle vier gehören in das Ausgpurger Bistumb, und werden von denen gemaindten Conferiert, der zehenden aber von denen pfarrer bezogen.

Das gericht Mittelberg

hat zwey Pfarreyen, zum Rüezler, Augspurger Bistumb, woselbsten das Jus Patronatus denen Parochianis, das Jus decimandi aber den Parocho zueständig ist, und dan die pfarr am Mittelberg bay der hinderen Kirch Constanzer Bistumbs, welche in puncto Juris patronatus et decimarum der ersteren gleich ist, nebstdemme ein beneficium Curatum im baad genannt. Das aber in dißen beeden gerichteren die Underthanen gar wohl haußen, ist neben anderen, auch diße haubt-Uhrsach, weillen sich sehr wenige Verheyrathen, dan obschon ein Vatter mehrere Kinder hat, so würdet sich doch in patria yber eines oder 2 nicht Verheyrathen, sondern gehen etwo in die frembde oder bleiben sonsten leedig.

 
Prinz-Luitpold-Haus

Nebstdemme behalten die ledige leuth ihre Trager genant oder Curatores, alß lang selbige im leedigen Standt verbleiben, Ja, Wan sye es Verlangen, werden ihnen diße auch noch in den Ehestandt gelaßen.

Diße beeden gerichten haben wegen ihrer weiten entlegenheit primam instantiam, und gehet von dar die appelation immediate ahn das Directorium, und Oberambt nacher Bregenz. Entlihen aber ist aus Vorstehenden ergibig, das in beeden Herrschaften Bregenz und Hohenegg, alt und neuen Thaills 32 Pfarreyen seyen, wovon 27 in das Constanzer Bistumb gehörig, alle und jede in ganz Vorarlberg befindliche Underthanen, Inn und Beysaßen, der allein seeligmachenden Wahren Catholischen Religion seyen.

In Vorarlberg ligen sonderheitlich die Städt Bregenz, Veldkirch und Bludenz, und werden die status interse in zwey, nemblich den unteren und oberenThaill abgethailt, die undere Ständte seindt die in die Herrschaften Bregenz und Hohenegg gehörige gerichten, neben der Stadt Bregenz. Die obere Ständte aber seindt die Stadt Veldkirch, Bludenz, Herrschaft Sonnenberg, Ranckweyl und Sulz, Bregenzerwaldt, Thall, Montaffun, Dorenbühren, Höchst und Fuessach, Jagtberg, Damils und Neuburg, dahero dan diße auch ihre außschreibende orth, nemblich die Stadt Veldkürch, und Bregenz, auch ihre aigene Cassier, nemblich einen bey der Oberen und einen bey der underen Cassa haben.

Vorarlberg und das Allgäu

(Autor Viktor Kleiner, 1925)

Vorarlberg war in früherer Zeit nicht ein so geschlossener Körper wie heute. Es bestand aus einer Reihe von Herrschaften und Grafschaften, die erst im Laufe der Jahrhunderte speziell durch Kauf an die Habsburger gelangten. Ja, erst die Säkularisation brachte es dazu, dass auch die geistlichen Herrschaften (Blumenegg, das zu Weingarten gehörte, und St. Gerold, das zu Maria Einsiedel stand) dem Lande einverleibt worden sind. Dieses land Vorarlberg ging weit über die grenzen des heutigen hinaus. Zu dem alten Vorarlberg gehörte das ganze Westallgäu, der ganze Bezirk Weiler. Vorarlberg wurde, nachdem die österreichischen Herrscher die einzelnen Herrschaften im 14. bis 16. Jahrhundert erworben hatten, unter die Verwaltung österreichischer Vögte gestellt. Man nannte das Land gewöhnlich die vier Herrschaften vor dem Arlberg (Feldkirch mit Neuburg, Bludenz und Montafon, Bregenz mit Hohenegg, Mittelberg, Tannberg und Sonnenberg). Die Herrschaft Hohenegg befindet sich heute im Mittelpunkt des Allgäus und war gebildet etwa aus Ebratshofen, Weiler, Wilhams. Zum Land Vorarlberg gehörten aber auch die übrigen Bezirke des Amtes Weiler. Sie waren alle bis 1806 vorarlbergisch. Die Herrschaft Bregenz gliederte sich in 12 Gerichte, von denen 5 die vorklausischen genannt wurden, weil sie außerhalb der Bregenzer Klause lagen. Diese gerichte blieben aber beim Pariser Frieden (1814) bei Bayern. Das Oberamt Bregenz, das mit der Besitznahme der Herrschaft Bregenz und Hohenegg 1451 (1523) gebildet wurde, umfasste so das Gebiet des heutigen Bezirks Bregenz und des Amtsbezirks Weiler, sowie Teile des Bezirkes Kempten.

 
         
 
 
 
 
 
 
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Fortsetzung von Seite 28

Die Gerichtsbesatzung
in Simmerberg

(Autor Viktor Kleiner)
veröffentlicht in
Westallgäuer Heimatblätter
Bd. 2 Nr. 5 S. 20
Mai 1925

Aus der gleichen Zeit datiert auch eine Eingabe des Simmerbergischen Amtsammannes Christian Fehr von Balzhofen. Dieser sucht beim Kreisamte am 9. November 1788 um Entlassung aus dem Ammannamte nach. Er begründet seine Bitte wie folgt damit, daß ihm in seinem Alter der Dienst beschwerlich falle, weil sein Gedächtnis nachlasse und seine Geisteskräfte bald unter der beschwerlichen Last des Amtes erliegen müssen. Seine Leibeskräfte nehmen auch ab, er könne den zwei Stunden weiten Weg von Balzhofen bis Heimenkirch, der wegen der unebenen Lage sehr unbequem sei, nicht mehr lange machen, dieses falle ihm beschwerlich. Insbesondere zur Winterszeit bei hohem Schnee sei ihm die oftmalige Reise nach heimenkirch schier unmöglich. Die Amtsgeschäfte wachsen immer mehr an, es entstehen neue Einrichtungen, die einem alten Bauersmann nicht so leicht einleuchten. Weil er seine Landwirtschaft nicht mehr besorgen konnte, mußte er sie seiner Tocher abtreten. Seinem alten und kränklichen Weib, das die Unruhe, die mit der Ausübung des Ammannamtes im hause entstehe, nicht gut ertrage, müsse er er die erforderliche Ruhe verschärfen. Er gebe sich der Hoffnung hin, daß seiner Bitte willfahrt und ihm die ersehnte Ruhe gewährt werde, zumal er viele Jahre als Geschworener und nun schon im dritten Jahre als Ammann tätig sei. In welcher Weise dieses gesuch erledigt wurde, ist aus den Akten nicht ersichtlich. Als dann ganz Vorarlberg im Jahre 1806 an Bayern kam, wurden die bisherigen Gerichtsverbände aufgehoben und damit das Ammann- und Ceschworenenamt abgeschafft.

 
 
Postorte im Landkreis Oberallgäu

Ofterschwang

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Sonthofen am 10. 12. 1909

Nr. 1

 

 


 

Ottacker

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Sulzberg (Schw). am 16. 11. 1900

Nr. 1

Nr. 2

ohne Abbildung

Posthilfstelle
verwendet 1900 - 1913
Bewertung 100 €

Posthilfstelle
verwendet 1913 - 1920
Bewertung 50 €

Oy

Eröffnet als Postexpedition am 1. 4. 1867

Mühlradstempel

I.   -
II.  -
III.  157

 

 

ohne Abbildung

 

 

 

auf Marke 500 €
auf Brief 1500 €
Stempelnimmer von Gersfeld übernommen

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

?

ohne Abbildung

Halbkreisstempel
Typ Winkler 12a
verwendet 1867 - 1880
Bewertung
Kreuzer:
auf Marke 30-75 €
auf Brief 75-150 €
Pfennig: 20 €


Einkreisstempel
Typ Helbig 30
verwendet ?
Bewertung 15 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet 1912 - 1920
Bewertung 10 €

Nr. 5

 

 

 

 

 

 

Reservestempe
Typ Helbig 38R
verwendet ?
Bewertung 70 €


 

 

Oythal

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Oberstdorf am 1. 5. 1901 (Saison)

Nr. 1

Nr. 2

Posthilfstelle
verwendet 1901 -
Bewertung 25 €

Posthilfstelle
verwendet 1913 -
Bewertung 20 €

Nr. 3

 

 

Posthilfstelle
verwendet 1919
Bewertung 20 €

 

Petersthal

Eröffnet als Postablage am 1. 8. 1881, ab 1. 10. 1898 Postagentur

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Postablage
verwendet 1881 - 1898
Bewertung 50 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet 1898 -
Bewertung 15 €

Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ?
Bewertung 50 €

Pfeiffermühle

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Wertach am 1. 8. 1900,
ab 1901 Posthilfstelle Taxe Unterjoch, geschlossen am 11. 6. 1911

Nr. 1

Nr. 2

Posthilfstelle
verwendet 1900 - 1901
Bewertung 120 €

Posthilfstelle
verwendet 1901 - 1911
Bewertung 70 €

Prinz Luitpold Haus

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Bad Oberdorf am 15. 8. 1900 (Sommersaison), ab 1. 7. 1914 Posthilfstelle Taxe Hinterstein

Nr. 1

Nr. 2

Posthilfstelle
verwendet 1900 - 1914
Bewertung 10 €

Posthilfstelle
verwendet 1914
Bewertung 25 €

Nr. 3

 

 

Posthilfstelle
verwendet 1914 - 1920
Bewertung 15 €

 

Probstried

Eröffnet als Postagentur am 10. 9. 1898

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

 

ohne Abbildung

 

Einkreisstempel
Typ Winkler 30b
verwendet 1898 - 1905
Bewertung 15 €

Einkreisstempel
Typ Winkler 30b
verwendet 1905 - 1920
Bewertung 5 €

Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ca. 1905
Bewertung 30 €

 

Rappenseehütte

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Oberstdorf am 1. 8. 1900 (nur Sommersaison),
geschlossen am 1. 8. 1908

Nr. 1

 

Posthilfstelle
verwendet 1900 - 1908
Bewertung 40 €

 

Rauhenzell

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Immenstadt 1898

Nr. 1

 

 

Posthilfstelle
verwendet 1898 -
Bewertung 40 €

 

Rechtis

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Hellengerst am 15. 10. 1909

Nr. 1

 

 

Posthilfstelle
verwendet 1909 -
Bewertung 30 €

 

Reichsadler

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Sulzberg (Schwaben) am ?

Nr. 1

 

 

Posthilfstelle
verwendet ?
Bewertung 30 €

 

Reicholzried

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Dietmannsried 1898

Nr. 1

 

 

Posthilfstelle
verwendet 1898 - 1913
Bewertung 30 €

 

 
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