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Die Post im Westallgäu

Seite 33

 
 
Wertach 1928

Ortsnamen im Westallgäu
Fortsetzung

Missen, das Wort ist die Mehrzahl von "Mies", das vom Volke für "Moos" gebraucht wird. "In den Missen" (= in den Mösern) ist ein häufiger Flurname für sich d.h. ohne einen bewohnten Ort.

Opfenbach, im Jahre 872 als "kleiner Weiler (villula) Offinbach" genannt, dessen Gründer also ein Offo (Kurzname für Otfried) war, dem die dortige, von einem Bächlein durchflossene Mark gehörte. Dem Bächlein, wie auch der neben diesem angelegten Siedlung gab er seinen Namen.

Riedhirsch, früher stets richtig geschrieben: Riethers, woraus Unverstand einen Ried-Hirsch machte, ähnlich wie aus altem Engilheris ein Engelhirsch (bei Weitnau) oder aus einem Herileszell ein Hirschzell. Riethers aber ist entstanden aus Ruadheris, gerade so wie aus Buasonberg später Biesenberg wurde; ein "Ruadher" war also der erstsiedler in Riedhirsch. Die gleiche Umwandlung von "ruad" (oder "ruod" = Ruhm, berühmt) in "ried" sehen wir beim Ortsnamen

Riedholz, der Gründung eines Euadolt (zum Ruadolts) .

Röthenbach, ein häufig vorkommender Flurname, auch in der Form Rothenbach, Rothach, Rottach etc. Solche Bäche haben ihre Quellwässer fast ausnahmslos aus moorigen Grund und sind daher bräunlich, rötlich gefärbt; es kommt vor, dass auch ein Rotenberg, Rötelenberg mit braunem Gestein einem solchen Bach den namen geben. Der Tobelbach, Röthenbach, an dem unser Röthenbach (Ort) liegt, kommt aus den Moorgründen zwischen Balzhofen und Burkatshofen und denjenigen bei Kremlerbad, unterhalb Oberreute und Irsengund.

Ruhlands, leitet sich vom Personennamen Ruodlant ab; "zum Ruodlants".

Scheffau, ein umstrittener Flurname, der ursprünglich wohl"Scefowe" gelautet haben dürfte. Erwird einerseits gedeutet als eine mit Röhricht bewachsene Au, also Scaftowe (nach den Rohrschäften); anderseits als eine "schiefe Ai", weil das Volk "Scheaffa" (scheaf = schief) spricht und drittens als eine Schäf-au, also Schafweide. Diese letzte deutung wird man wohl ausschalten müssen, denn die Schafhaltung wird im Westallgäu wohl kaum jemals von Bedeutung gewesen sein. dagegen halten sich die beiden anderen Deutungen so ziemlich die Waage; denn das gelände um Scheffau ist sowohhl moorig (kann also einst ein Röhricht gewesen sein) als schief, hängig.

Scheidegg, eine Geländeeck, das einst den Argengau vom Alpgau schied, wie es auch die Wasserscheide nach verschiedenen Richtungen hin ist. Die Volkssage, der Name rühre daher, dass einst die Glaubensboten Gallus und magnus dort voneinander geschieden seien, kann in dieser Form nicht gehalten werden, weil der hl. Gallus etwa 100 Jahr vor dem hl. Magnus gelebt hat. Die sage hat daher wohl nur insoweit ihre Berechtigung, als man annehmen kann, das die nach den St. Gallischen Besitzungen um Scheidegg-Weiler wandernden Mönche und Klosterkolonen - mit schwerem Trag- und Wagengepäck - von Begleitern unterstützt wurden, die dann, auf der Scheidegger Höhe angekommen, mit ihren Vorgespannen wieder in die Seeniederung zurückkehrten, "schieden".

Sibratshofen, leitet sich vom Personennamen Sigwart ab, hieß um 1200 "Sigewartheshoven".

Simmerberg, war der Berg, die Markung eines "Sintpert" (eventuell "Sintmar") ähnlich wie der "Sinkersberg" bei Ellhofen der Berg eines "Sintger" war und wie das "Sinderholz" (beim Kapfholz, zwischen Simmerberg und Weiler) an einen "Sinther" erinnert. Diese Sippe Sintger, Sintpert, Sintmar, Sinther besaß also einst den Höhenzug links der Rottach als ihre Markung; auf sie geht auch der heutige Geschlechtsname Sinds, Sinz etc. zurück, der in der Weiler Gegend so häufig ist.

Staufen, (Ober- und Niederstaufen), Staufenn ist ein Flurname, alt Stouph, ist ein isoliert aufragender Berg, Felsberg, meist mit Hangabsätzen; eine abgeleitete Form ist "Stoffel" (vergl. unsere heutigen Wörter Stufe, Staffel) . Solche Staufen- und Stoffelberge finden sich viele im Schwabenlande (Hohenstaufen, Hohenstoffeln, Stoffelberg bei Niedersonthofen, Staufenberg bei Grünenbach, Staufenberg bei Röthenbach-Ort, Ober- und Niederstaufen, Hinterstaufen, ein Hof "die Stoffel" auf dem Schweineberg usw.).

Steibis, ursprünglich "Steinbis", wie es solche noch mehrere gibt sowohl als bloße Flurnamen wie als Ortschaftsnamen, z.B. Steinbis bei Hittisau, Steinbis im Schwarzwald (wo auch ein "Kniebis") etc. Der Ausdruck bedeutet einen Steinschlag, Steinbruch, der Wortteil "bis, piß" geht zurück auf althochdeutsches "bozen, pozen, puozen" = schlagen, stoßen, klopfen (vergl. "Ambos")

Steinegaden, "Gaden" ist ein Gemach, ein geschlossener Raum, Steinegaden also ein ummauerter Raum. Da nun die alemannischen Erstsiedler ihre Gebäude aus Holz erstellten, muss man annehmen, dass sie in Steinegaden noch einen aus der Römerzeit übrig gebliebenen sogen. Burgos (Wachtturm) an der dort durchziehenden Römerstraße vorgefunden haben. Ähnlich wird es gewesen sein bei den zwei Orten Steingaden südlich von Kempten (dort auch römischer Münzenfund) und Steingaden zwischen Füssen und Schongau (ehem. Kloster).

Stiefenhofen, leitet sich vom Personennamen Stifo ab, Kurznamen Stifo, Stibo (Vollnamen Stitfrid, Stitbald).

Weiler, ist ein Gattungsname, geht auf lateinisches villarium = Gehöft zurück. Das Westallgäu besitzt nur einen Weilerort: den Markt Weiler im Allgäu (von St. Gallen gegründeten Kellhof "Wilare"). Kleinweiler unter der Ruine Alttrauchburg lag schon im Nibelgau und Mywiler (Meginbrechtswilare) im Argengau.

         
 
 
 
 
 
 
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Postorte im Landkreis Oberallgäu

Wengen

Eröffnet als Postexpedition um 1810, im Posthandbuch von 1810 ist Wengen noch nicht als Posthalterei genannt, 1812 geschlossen und nach Nellenbruck verlegt:

Wiedereröffnet als Postexpedition am 1. 11. 1866

Mühlradstempel

I.   -
II.  -
III. 872

 

 

 

 

 

auf Marke 900 €
auf Brief 2500 €

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

ohne Abbildung

Rayonstempel
Typ Winkler 3b
verwendet 1810 - 1812
Bewertung 500 €

Halbkreisstempel
Typ Winkler 12a
verwendet 1866 - 1881
Bewertung
Kreuzerzeit je nach Markenausgabe
auf Marke 75 - 500
auf Brief 150-1000 €
Pfennigzeit 20 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 28b
verwendet 1885
Bewertung 60 €

Nr. 4

Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

ohne Abbildung

Einkreisstempel
Typ Helbig 25b
verwendet 1887 -
Bewertung 10 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet 1899 -
Bewertung 0 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet 1906 -
Bewertung 0 €

Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ?
Bewertung 50

Nr. 8

 

ohne Abbildung

 

Aushilfsstempel
Typ Helbig A 3.2
verwendet 23. 1. ? /11. 8. ?
Bewertung 40 €

 

Wertach

Eröffnet als Postexpedition am 1. 1. 1861

Mühlradstempel

I.   -
II.  -
III. 703

 

 

ohne Abbildung

 

 

 

auf Marke 30 €
auf Brief 150 €

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

Halbkreisstempel
Typ Helbig 12a
verwendet 1861 - 1883
Bewertung
Kreuzerzeit
auf Marke 30-75 €
auf Brief 60 - 300 €
Pfennigzeit 10 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 25b
verwendet 1886 - 1895
Bewertung 5 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet 1906 - 1913
Bewertung 0 €

Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ?
Bewertung 30 €

Wiggensbach

Eröffnet als Postablage am 1. 7. 1861, ab 1. 3. 1895 Postexpedition, später Postagentur

Nr. 1

Nr. 2

Postablage
verwendet 1861 -
Bewertung
Kreuzerzeit auf Marke 170 €
auf Brief 550 €
auf Dienstbrief 170 €
in blaugrün teurer
Pfennigzeit auf Marke 50 €
auf Brief 100 €
Dienstbrief 50 €

Postablage
verwendet 1886 -
Bewertung

Pfennigzeit auf Marke 50 €
auf Brief 100 €
Dienstbrief 50 €

Nr. 3

Nr. 4

Nr. 5

 

ohne Abildung

ohne Abbildung

 

Einkreisstempel
Typ Helbig 30?
verwendet 1895 -
Bewertung 15 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet - 1920
Bewertung 10 €

Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet 1910
Bewertung 50 €

 

Wildpoldsried

Eröffnet als Postexpedition am 1. 4. 1852

Mühlradstempel

I.   504
II.  583
III.  -

 

 

auf Marke 200 €
auf Brief 600 €

auf Marke 45 €
auf Brief 80 €

 

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

Halbkreisstempel
Typ Winkler 11b
verwendet 1852 -
Bewertung
auf Marke 60-100 € €
auf Brief 125 - 250 €
Pfennigzeit 30 €

Halbkreisstempel
Typ Winkler 12a
verwendet 1876 - 1880
Bewertung 25 €

Punktstempel
Typ Helbig 28b
verwendet 1885
Bewertung 60 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 25b
verwendet 1887 -
Bewertung 10 €

Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

 

 

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet 1898 -
Bewertung 5 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet 1910
Bewertung 0 €

Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet ?
Bewertung 35 €

 

Zaumberg

Eröffnet als Posthilfstelle Taxe Immenstadt 1897

Nr. 1

 

 

Posthilfstelle
verwendet 1897 -
Bewertung 50 €

 

Zollhaus

Eröffnet als Postexpedition am 1. 7. 1897, ab 1898 Postagentur

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

 

ohne Abbildung

 

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet 1897 - 1905
Bewertung 5 €

Einkreisstempel
Typ Helbig 30b
verwendet 1905
Bewertung 0 €

Reservestempel
Typ Helbig 37R
verwendet 1905
Bewertung 50 €

 

 
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