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Die Post im Westallgäu

Seite 35

 

 
 
 

Grafschaft Isny

1803 wurde aus der Reichsabtei Isny und der Reichstadt Isny die Grafschaft Isny gebildet, die den Grafen von Quadt-Wickrath als Entschädigung für den Verlust ihrer linksrheinischen Güter übertragen wurde. Sie fiel 1806 an Württemberg.

Köbler, Historisches Lexikon der deutschen Länder S.25

 
Leutkirch um 1950

Reichsstadt Leutkirch

Leutkirch an der Eschach bei Wangen wird 848 erstmals erwähnt und war im 8./9. Jahrhundert Gerichtsort, Pfarrei und fränkischer Stützpunkt. Mit der Grafschaft Zeil kam es von der Bregenzer Linie der Udalrichinger an die Grafen von Montfort, die es 1291 an das Reich verkauften. 1293 erhielt es Stadtrecht. 1397 wurde es durch Erwerb des Ammannamtes und des Blutbannes reichsunmittelbar und erlangte Sitz und Stimme im Reichstag und im schwäbischen Reichskreis. 1542 wurde die Reformation eingeführt. 1802 kam es mit 0,5 Quadratmeilen und 1300 Einwohnern an Bayern. 1810 an Württemberg und damit 1951 an Baden-Württemberg.

Leutkircher Heide

Bei Leutkirch liegt die Leutkircher Heide, zu der im 14. Jahrhundert Freie genannt werden, wohl die Nachkommen fränkischer Bauernkrieger. Sie bildeten zusammen mit weiteren Freien im Allgäu, vor allem um Immenstadt herum, eine Gemeinde mit besonderen Rechten. Ein Teil der Leutkircher Heide gehörte aber zur Stadt Leutkirch. Am 22.2.1330 bestätigte Ludwig der Bayer dem Grafen von Bregenz die bereits früher erfolgte Verpfändung Leutkirchs. Am 3.6.1330 verpfändete er erneut Leutkirch, die freien Leute und was dazu gehört an die Grafen und schlug am 27. 5.1333 weiteres Geld auf die Pfandschaft. 1348 ist ein Landgericht für die Freien bezeugt, das spätestens seit 1421 mit dem erstmals genannten Pirschgericht (der oberschwäbischen Reichslandvogtei) mit den Gerichtsstätten Ravensburg, Wangen, Tettnang und Lindau verschmolzen war. Am 3.12.1364 verpfändete Karl IV. an Graf Ulrich von Helfenstein unter anderem die freien Leute auf der Leutkircher Heide. Die Grafen von Helfenstein verpfändeten sie von 1382-96 an die Stadt Ulm. 1415 zug sie König Sigmund zur Landvogtei in Oberschwaben und Niederschwaben. 1802 wurde sie von Bayern in Besitz genommen und Bayern am 25.2.1803 zugeteilt. 1810 wurde das Land mit der Reichsstadt Leutkirch an Württemberg abgetreten.

Köbler, Historisches Lexikon der deutschen Länder S. 296

 
Ravensburg

Reichsstadt Ravensburg

Das 1122 erstmals genannte Ravensburg an der Schussen entstand auf Altsiedelland bei einer um 1080 erwähnten Burg der welfischen Herzöge von Bayern. 1171/80 kam der Ort an die Staufer. Vielleicht schon vor 1276 wurde Ravensburg Reichsstadt, jedenfalls war mit dem Erwerb des Blutbannes 1296 der Aufstieg zur Reichsstadt abgeschlossen. Die Stadt erreichte ihre höchste Blüte in der Zeit der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft der Patrizier Humpiß, Mötteli und Muntprat (1380-1530), welche Leinwandhandel in ganz Süd- und Westeuropa betrieb. Vor 1546 wurde die Reformation eingeführt, aber bis 1649 teilweise wieder rückgängig gemacht. 1647 brannte die Burg Ravensburg ab. Die Stadt hatte Sitz und Stimme auf dem Reichstag und im schwäbischen Reichskreis. 1802/03 kam Ravensburg mit den Ämtern Bavendorf, Bitzenhofen, Hinzistobel, Mochenwangen, Schmalegg, Winterbach und Wolpertswende, einem Gebiet von 2,5 Quadratmeilen bzw. 130 Quadratkilometern und ca. 6000 Einwohnern an Bayern, 1810 an Württemberg, wo es Sitz eines Oberamtes wurde. 1951 gelangte es mit Württemberg an Baden-Württemberg.

Köbler, Historisches Lexikon der deutschen Länder S. 435

 
Schloss Tettnang

Tettnang Herrschaft

Tettnang nahe dem Bodensee wird 882 erstmals erwähnt. Um 1154 und 1260-1780 war der von der Bregenzer Linie der Udalrichinger über die Pfalzgrafen zu Tübingen um 1200 an die Grafen von Montfort gekommene Ort Residenz der Grafen von Montfort. Die um 1250/60 entstandene Linie Montfort-Tettnang erlosch 1787. 1779/80 verkaiften die überschuldeten Grafen die Herrschaften Tettnang, Argen und Schomburg an Österreich, das sie mit dem seit 1755 zu Österreich gehörigen Wasserburg zur reichsunmittelbaren, rund 10000 Einwohner zählenden Grafschaft Tettnang mit Sitz und Stimme im schwäbischen Reichsgrafen-Kollegium vereinigte. Am Ende des 18. Jahrhunderts gehörten die zusammen 6 Quadratmeilen großen Herrschaften tettnang und Argen zum schwäbischen Reichskreis. 1805 kam die Grafschaft Tettnang an Bayern, 1810 ohne das bei Bayern verbleibende Wasserburg an Württemberg und damit 1951 an Baden-Württemberg. Siehe auch Montfort-Tettnang.

Köbler, Historisches Lexikon der deutschen Länder S.552

 
Rathaus Wangen

Reichsstadt Wangen

Wangen im Allgäu ist 815 erstmals bezeugt. Wahrscheinlich im 12. Jahrhundert gründete das Kloster Sankt Gallen am Schnittpunkt zweier Fernstraßen hier einen Markt. Vermutlich 1216/17 wurde Wangen durch Kaiser Friedrich II. zur Stadt erhoben. 1273 zog König Rudolf von Habsburg Wangen, dessen Vogtei nach 1251 mehrfach verpfändet wurde, an sich und verlieh ihm das Stadtrecht von Überlingen. Aus erneuten Verpfändungen an Sankt Gallen 1248 und die Grafen von Montfort 1330 löste sich die Stadt. 1394 erwarb sie das Ammanamt und 1402 den Blutbann und war damit, trotz bis 1608 bestehender grundherrlicher Rechte Sankt Gallens, Reichsstadt. Wangen hatte Sitz und Stimme auf dem Reichstag und beim schwäbischen Reichskreis. Wangen war Sitz der Kanzlei des Kantons Hegau-Bodensee-Allgäu des Ritterkreises Schwaben. 1802/03 fiel Wangen mit 1,5 Quadratmeilen bzw. 50 Quadratkilometern (Deuchelried mit Haldenberg und Oflings, Wohmbrechts-Thann, Niederwangen, Eglofs [1516-82], Neuravensburg [1586-1608]) und 4000 Einwohnern an Bayern, 1810 mit einem Teil des Gebietes an Württemberg, wo es Sitz eines Oberamtes wurde.

Köbler, Historisches Lexikon der deutschen Länder S.595

 
         
 
 
 
 
 
 
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Postämter in Württemberg mit Bedeutung
für das Westallgäu bis 1815

Diepoldshofen

Eröffnet vor 1619 als vorderösterreichische Poststation, weil im Jahr 1619 der vorderösterreichische Postkurs Innsbruck - Schaffhausen wie folgt geritten wurde:

Innsbruck – Telfs – Nassereit – Lermoos – Haiterwang – Weißbach – Kempter Wald – Kempten – Kimratshofen – Diepoldshofen – Bergetreit ( Bergatreute) – Altdorf (Weingarten) – Markdorf – Stockach – Konstanz – Schaffhausen

Geschlossen 1638, da dieser Kurs wegen des 30jährigen Krieges über den Arlberg und Bregenz auf der schweizer Seite des Bodensees entlang geführt wurde. Bei Wiedereröffnung des alten Kurses 1654 war Diepoldshofen immer noch zerstört und die vorderösterreichische Poststation wurde nach Leutkirch gelegt (siehe auch Leutkirch)

Holzleute (Großholzleute)

Eröffnet 1703 als Kaiserliche Reichspostanstalt in den Herrschaften des Erbtruchsessen von Waldburg Trauchgau. Fiel 1806 an Württemberg.

Ab 21.10.1806 württembergische Landespostanstalt, aufgehoben im Februar 1813.

Nr. 1

 

 

Rayonstempel
(Typ Winkler 3a, nie bayerisch)
verwendet 1802 -
Bewertung 2500 €

 

Isny

Eröffnet 1744 als Kaiserliche Reichspostanstalt in der freien Reichsstadt Isny, die 1803 an den Reichsgrafen von Quadt fiel.

Ab 8. 10. 1806 württembergische Landespostanstalt.

Ab 1. 10. 1819 württembergische TT-Lehenspostanstalt, und ab 1. 7. 1851 wieder württembergische Landespostanstalt.

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Rayonstempel
(Typ Winkler 3a, nie bayerisch)
verwendet 1802 -
Bewertung 20 €

Einzeiler
verwendet 1838
Bewertung
schwarz 40 €
blau 75 €

Zweizeiler
verwendet 1838 -
Bewertung
schwarz 20 €
blau 10 €

Leutkirch

Eröffnet 1628 als Kaiserliches Reichspostamt.

1654 bekam Leutkirch noch ein vorderösterreichisches Postamt, weil das von den Schweden zerstörte Diepoldshofen noch nicht aufgebaut war.

Ab dem 1. 4. 1777 wurde dieses vorderösterreichische Postamt eine vorderösterreichische TT-Lehenspostanstalt, geschlossen 1805.

Aus dem Kaiserlichen Reichspostamt wurde 1806 eine bayerische TT-Lehenspostanstalt.

Ab dem 1. 7. 1808 bayerische Landespostanstalt. Postexpeditor und Posthalter war Joseph Michael Biggel.

Ab 1810 württembergische Landespostanstalt.

Ab 1. 10. 1819 württembergische TT-Lehenspostanstalt.

Ab 1. 7. 1851 wieder württembergische Landespostanstalt.

Nr. 1

Nr. 1

"adliger" Stempel (Typen, siehe rechts)
verwendet 1780
Bewertung 300 €

siehe links

Nr. 2

Nr. 3

Rayonstempel
verwendet 1802
Bewertung
schwarz 125 €
blau 200 €

Rayonstempel (Typen, siehe unten links)
verwendet 1810
Bewertung 50 €

Nr. 3

Nr. 4

siehe oben rechts

Zweizeiler
verwendet 1840
Bewertung
schwarz 20 €
blau 25 €
rot 300 €

Nonnenbach (Kressbronn)

Eröffnet als vorderösterreichische Poststation um 1771 auf dem Postkurs Bregenz - Altdorf (Weingarten). Übernommen von Wasserburg, das zu nahe an Bregenz lag.

Ab 1. 4. 1777 vorderösterreichische TT-Lehenspostanstalt, 1778 aufgehoben.

Ravensburg

Eröffnet 1685 als Kaiserliche Reichspostanstalt in der freien Reichstadt Ravensburg, die 1803 an Bayern fiel.

Ab 1806 bayerische TT-Lehenspostanstalt.

Ab 1. 7. 1808 bayerische Landespostanstalt; bayerischer Postverwalter war Nikolaus Gress und Posthalter ohne Postexpedition war Nikolaus Müller.

Ab 1810 württembergische Landespostanstalt.

Ab 1. 10. 1819 württembergische TT-Lehenspostanstalt.

Ab 1. 7. 1851 wieder württembergische Landespostanstalt.

Nr. 1

Nr. 2

Zweizeiler
verwendet 1780
Bewertung 160 €

RAVENSBURG.RECOMANDIRT.N
Sonderform
verwendet 1795
Bewertung 1500 €

Nr. 3

Nr. 4

Rayonstempel
verwendet 1802
Bewertung 30 €

Rayonstempel (Typen)
verwendet 1810
Bewertung 50 €
Bayernzeit teurer!

Nr. 5

Nr. 6

Zweizeiler (Typen)
verwendet 1817
Bewertung 5 € (schwarz und blau)

Einzeiler (Typen)
verwendet 1845
Bewertung
schwarz 50 €
blau 75 €

Nr. 7

 

 

Doppelkreisstempel (Typen) blau
verwendet 1850
Bewertung 15 €

 

Tettnang

Eröffnet 1687 als Kaiserliche Reichspostanstalt in der Reichsherrschaft Tettnang, die 1783 an Österreich kam, und 1803 an Bayern fiel.

Ab 1806 bayerische TT-Lehenspostanstalt.

Ab 1. 7. 1808 bayerische Landespostanstalt, bayerischer Postexpeditor 1810 war Ferdinand Bleiche.

Ab 1810 württembergische Landespostanstalt, und ab 1. 10. 1819 württembergische TT-Lehenpostanstalt.

Ab 1. 7. 1851 wieder württembergische Landespostanstalt.

Nr. 1

Nr. 2

Rayonstempel
verwendet 1802
Bewertung 20 €
Bayernzeit teurer!

Einzeiler
verwendet 1820
Bewertung 30 €

Nr. 3

Nr. 4

Zweizeiler
verwendet 1840
Bewertung 20 € (blau und schwarz)

Einzeiler (blau)
verwendet 1845
Bewertung 125 €

Wangen

Eröffnet 1636 als Kaiserliche Reichspostanstalt in der freien Reichstadt Wangen, die 1803 an Bayern fiel.

Ab 1806 bayerische TT-Lehenspostanstalt.

Ab 1. 7. 1808 bayerische Landespostanstalt; bayerischer Postexpeditor war Nepomuk Frast.

Ab 1810 württembergische Landespostanstalt.

Ab 1. 10. 1819 württembergische TT-Lehenspostanstalt.

Ab 1. 7. 1851 wieder württembergische Landespostanstalt.

Nr. 1

Nr. 2

"adliger" Stempel (Typen)
verwendet 1775
Bewertung 250 €

"adliger" Stempel (Typen)
verwendet 1798
Bewertung 750 €

Nr. 3

Nr. 4

Rayonstempel (Typen)
verwendet 1802
Bewertung 60 €

Einzeiler (Typen)
verwendet 1813
Bewertung 25 €

Nr. 5

 

 

Zweizeiler
verwendet 1842
Bewertung 10 € (schwarz und blau)

 

 
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